Blackberry Z10 Test Ausstattung
Ordentliche Performance und Standard-Ausstattung
Die Ausstattung des Blackberry Z10 ist solide und leistungsfähig, setzt aber im direkten Vergleich mit den Top-Smartphones der Konkurrenz keine Akzente. Dennoch hat Blackberry die verbaute Hardware und die neue Software gut aufeinander abgestimmt. Im Test überzeugte das Gerät durch schnelle Reaktionszeiten und eine flüssige Performance.
Auch sonst lässt das Blackberry Z10 keine wichtigen Hardware-Bestandteile vermissen: eine 8-Megapixel-Hauptkamera, eine zweite Kamera für Videotelefonie, ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind an Bord. Außerdem wird bereits der Mobilfunkstandard LTE unterstützt, und zwar auf allen in Deutschland genutzten Frequenzen.
Positiv ist auch, dass der Nutzer bei Akku und Speicher frei ist. Der Akku wurde nicht fest verbaut, sondern kann herausgenommen werden. Wenn dessen Leistung nach einiger Zeit spürbar nachlässt, wird er einfach ausgewechselt. Direkt neben dem Akku findet sich zudem ein Steckplatz für eine micro-SD-Karte, die den internen Gerätespeicher erweitert.
Ausstattung
- gut abgestimmte Hardware-Komponenten
- LTE-fähig
- ordentliche Foto- und Videokamera
- Speicher erweiterbar
- Akku austauschbar
Smartphone Check
-
Blackberry Z10 Datenblatt
Alle technischen Daten -
Blackberry Z10 Test
Smartphone im Praxistest
Dual-Core Prozessor, LTE und NFC-Modul
Blackberry hat seinem neuen Vorzeige-Gerät einen Zweikern-Prozessor und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher verpasst. Die Taktrate liegt bei jeweils 1500 MHz. Das reicht zwar auf dem Papier nicht an die starken Vierkern-Prozessoren von Samsung, HTC oder Sony heran, garantiert aber im Zusammenspiel mit dem Blackberry Betriebssystem trotzdem eine rundum schnell und flüssig laufende Bedienung (Details siehe Seite 2, Bedienung).
Auch die übrigen Komponenten stimmen: Bluetooth 4.0 und NFC können zur drahtlosen Übermittelung von Daten genutzt werden, zum Beispiel zwischen zwei Smartphones oder bei kabellosen Bezahldiensten. Selbstverständlich ist auch ein GPS-Empfänger verbaut, wodurch das Z10 zur mobilen Navigations-Lösung wird. Als Navigations-Software ist auf dem Gerät die App "Karten" vorinstalliert, die während unserer Praxisfahrt ihren Dienst fehlerfrei verrichtete.
Für die Nutzung von Mobilfunkdiensten werden vom Z10 alle gängigen Technologie-Standards unterstützt. HSDPA (UMTS) kann bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 42, 2 Mbit/s genutzt werden - viele Smartphones bieten hier deutlich weniger - und auch das Internetsurfen über LTE mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ist mit dem richtigen Vertrag möglich. Entsprechende LTE Tarife bieten bislang allerdings nur die Telekom, Vodafone und o2 an.

Akku schwächelt bei häufigem Spielen und Surfen
Das Blackberry Z10 enthält einen 1800 mAh Akku, dessen Leistungsdauer mit bis zu 10 Stunden Sprechzeit und bis zu 13 Tagen im Stand-by-Modus angegeben ist. In der Praxis ist die Laufzeit beim Telefonieren in Ordnung, beim häufigen Internetsurfen wird der Akku jedoch schnell leer. Besonders beim Surfen über LTE ist schnell Schluss, da sind andere Smartphone Hersteller Blackberry noch einen Schritt voraus.
Positiv ist allerdings, dass sich der Akku herausnehmen und gegebenenfalls austauschen lässt. Neben dem Akku ist auch ein Slot für micro-SD Karten versteckt, sodass der interne Gerätespeicher leicht und kostengünstig aufgestockt werden kann. Das Gerät unterstützt Karten bis zu einer Größe von 64 GB. Ab Werk verfügt das Z10 über 16 GB internen Speicher, von denen etwa 4 GB vom Betriebssystem belegt sind.
Das Z10 ist mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet, die im Test überzeugende Resultate lieferte. Das Menü ist übersichtlich und bietet nur wenige Einstellungs-Optionen, sodass sich der User schnell zurechtfindet. Auch das Filmen ist in Full-HD Qualität möglich. Eine zweite Kamera (Auflösung 1600 x 1200 Pixel) dient vor allem für Videotelefonie.

Nachteil App Store Blackberry World
Zweifellos ein Hauptnachteil des Blackberry Z10 ist der relativ mager ausgestattete App Store. Laut Hersteller bietet die "Blackberry World" derzeit etwa 70.000 Apps , von denen viele kostenfrei heruntergeladen werden können. Auf den ersten Blick finden sich dort auch die wichtigsten und beliebtesten Apps wieder. Dennoch ist die Auswahl deutlich kleiner als bei iTunes und im Google Play Store für Android. Sogar der Windows Store bietet derzeit eine höhere Anzahl an Anwendungen.
Außerdem konnte wir feststellen, dass einzelne Apps auf dem Gerät zuweilen nicht voll funktionieren - in unserem Beispiel lief der Kicker-Transferticker auf dem Android Smartphone ohne Probleme, bereitete jedoch auf dem Z10 Darstellungsprobleme. Hier kann es sich aber auch um einen Einzelfall handeln, ansonsten liefen alle anderen Apps problemlos.
| Bereich und Gewichtung | Kriterien | Testurteil | weitere Infos |
|---|---|---|---|
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Bedienung und Display Gewichtung 40% |
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81/100 |
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Funktionen und Ausstattung Gewichtung 40% |
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87/100 |
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Kamera Gewichtung 20% |
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75/100 |
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Gesamtwertung |
alle |
82/100 |
