Huawei P20 Pro Kamera Test

Wird die Triple-Kamera ihren Anforderungen gerecht?

SmartWeb Test vom , 096 / 100
Huawei P20 Pro

Das neue Huawei P20 Pro lässt die Herzen der Smartphone-Fotografen höher schlagen. Mit der Triple-Kamera bringen die Chinesen eine vielversprechende Weltneuheit in den Handel, die durchaus Potenzial dazu hat, die derzeit beste Handy-Kamera auf dem Markt zu werden. Was die drei Sensoren wirklich draufhaben, haben wir uns in einem Test genauer angeschaut...

Huawei möchte mit dem P20 Pro die Smartphone-Fotografie revolutionieren. Der Schlachtplan beinhaltet ein Zusammenspiel von drei Hauptkameras bestehend aus einer 40-MP-RGB-Kamera, einem Monochrom-Sensor mit 20 MP und einem 8-MP-Teleobjektiv. Das in Zusammenarbeit mit Leica entwickelte Kamera-Trio ist nicht wie seine Vorgängermodelle horizontal angeordnet, sondern erstmals vertikal ausgerichtet. Der Hauptsensor arbeitet mit einer Blendenöffnung von f/1.8, der Zweitsensor verfügt über eine f/1.6-Blende und die Tele-Kamera arbeitet mit f/2.4. Dazu kommen ein Dual-LED-Blitz und ein Laser-Autofokus für zusätzliche Schärfe. Die Frontkamera löst mit 24 Megapixel auf und verfügt über eine f/2.0-Blende. Ein manuell verstellbarer Beauty-Modus, ein Bokeh-Feature und eine 3D-Stage-Lighting-Funktion runden das Angebot ab.

Dreifacher Zoom und Hybrid-Zoom dank speziellem Objektiv

Auch bei den Zoom-Funktionen hat Huawei nochmals nachgelegt. Dank der Telelinse kann die Kamera einen dreifachen optischen Zoom anwenden und mit der Hilfe des 40-MP-Sensors sogar auf eine fünffache Vergrößerung kommen. Dies nennt Huawei "Hybrid-Zoom" und hebt sich so erneut von seinen Konkurrenten ab. Im Test haben die Nah- und Detailaufnahmen einen positiven Eindruck hinterlassen, insbesondere die Reichweite ohne allzu großen Qualitätsverlust hat für Staunen gesorgt.

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KI ermöglicht professionelle Verarbeitung der Fotos

Das wirklich Besondere an der Kamera ist die enge Verknüfung mit der KI-Technologie (auf Englisch AI). Während beim Mate 10 Pro die Vorteile von AI bei der Fotografie noch nicht so ganz ersichtlich waren, hat Huawei bei seinem neuen Spitzenmodell noch einmal ordentlich nachgelegt. Die Master AI bearbeitet und optimiert die Aufnahmen fortlaufend in Echtzeit, also noch bevor der Auslöser betätigt wird. Die durch KI unterstützte Szenen- und Objekterkennung erkennt die eingefangenen Motive, ordnet sie blitzschnell einer Kategorie zu und wechselt den Modus, legt etwa einen Filter auf das Bild oder nimmt Änderungen an den Farbeinstellungen vor. So kann die Kamera beispielsweise zwischen 23 Hundearten unterscheiden und passende Einstellungen für sowohl den Hund als auch den Hintergrund auswählen. Ähnlich funktioniert es auch bei anderen Motiven, wie einer Wiese, bei Blumen oder bei verschiedenen Gerichten. Auch die nach Belieben verstellbaren Blendenebenen machen Spaß und sorgen für schöne Aufnahmen.

Ob die Aufnahmen mit ihren kräftigen Farben im Anschluss an die automatische Bearbeitung des Master AIs gefallen, ist letztlich wohl ein wenig Geschmackssache. Es ist allerdings nicht abzustreiten: Die Aufnahmen sehen professionell aus, die Farben wirken satter und die Kontraste stärker. Die nachträgliche manuelle Bearbeitung wird bei Fotos mit dem P20 Pro wohl deutlich kürzer ausfallen oder sogar ganz wegbleiben. Mit dem Spitzenmodell beweist Huawei erneut, dass es sein Handwerk versteht und sich zurecht mit den Kameras anderer Top-Geräte, wie dem iPhone X, messen kann.

Bereich und GewichtungKriterienTesturteil

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

94/100

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

97/100

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

97/100

Gesamtwertung

alle

96/100