iPhone 6 Test: Ausstattung

Ausstattung und Funktionen des iPhone 6: Am Puls der Zeit

SmartWeb Test vom 22.09.14, Matthias Bichler

Bei Apple ist wie immer alles etwas anders: Während andere Hersteller auf Octa-Core-Prozessoren setzten, bleibt Apple seinen zwei Kernen treu. Der neue A8 Chip taktet dafür jetzt mit 1,4 GHz, das macht sich tatsächlich auch mit einer höheren Geschwindigkeit bemerkbar. Beim Arbeitsspeicher kann wiederum 1 GB genutzt werden, im Vergleich zu den Premium-Smartphones der Konkurrenz ist das auch sehr wenig, aber Apple kann die vorhandenen Ressourcen optimal ausnutzen.

Ansonsten gibt es schnelles mobiles Internet mit HSDPA und LTE sowie schnelles WLAN. Darüber hinaus hat Apple an einigen Zusatz-Features geschraubt, allen voran ist der weiterentwickelte Fingerabdruck-Scanner im Home-Button zu nennen, über den per Apple Pay direkt über das Smartphone bezahlt werden kann - allerdings zunächst nur in Amerika.


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Ausstattung

  • 1,4 GHz Dual-Core Prozessor
  • 1 GB RAM
  • Bezahlen per Fingerabdruck
  • LTE mit bis zu 150 Mbit/s
  • schnelles WLAN ac
  • Akkuleistung ausbaufähig
  • Akku nicht austauschbar

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Zwei Kerne, aber oho

Wer das neue iPhone 6 in den Händen hält, merkt sofort, dass für eine schnelle Menü-Führung kein Quad- oder sogar Octa-Core-Prozessor nötig ist. Die beiden mit 1,4 GHz getakteten Kerne des A8 Chips sorgen für eine schnelle Bedienung und alle Anwendungen laufen flott durch. Überraschenderweise wirkt sich der mit nur 1 GB eigentlich recht knapp bemessene Arbeitsspeicher nicht negativ auf die Performance aus, obwohl hier andere Premium-Geräte schon 2 GB anbieten.

Die Benchmark-Tests ergeben ebenfalls überwiegend positive Ergebnisse, bei vielen Messverfahren liegt das iPhone 6 sogar an der Spitze. Hilfreich ist auch, dass Apple den zusätzlichen Motion-Chip modifiziert hat, der nun in der Version M8 daherkommt und sich ausschließlich um Daten der verschiedenen Bewegungssensoren kümmert. Das entlastet natürlich spürbar den Hauptprozessor.

iPhone 6 Rückansicht (Quelle: Apple)

Konnten frühere iPhone Generationen in Deutschland noch nicht auf allen LTE Frequenzen funken, ist dies mittlerweile kein Thema mehr. Im LTE Netz sind bis zu 150 Mbit/s, im UMTS Netz bis zu 42 Mbit/s und im Heimnetzwerk über WLAN sogar mehr als 400 Mbit/s möglich. Natürlich aber nur, wenn die jeweiligen hohen Verbindungsraten in den Netzen überhaupt angeboten werden. Sollte die Geschwindigkeit auf dem iPhone also merklich hinter den Höchstwerten zurückbleiben, liegt dies keinesfalls am Gerät selbst, sondern am Mobilfunknetz oder am Internetprovider bzw. dem eingesetzten Internetmodem.

Beim USB Anschluss ist wieder Fehlanzeige zu vermelden, die Verbindung wird weiterhin über den Lightning-Adapter hergestellt. Bluetooth 4.0 ist wieder mit dabei und erstmals auch NFC (Near Field Communication), wobei letzteres ausschließlich für den digitalen Bezahldienst Apple Pay genutzt werden kann.

iPhone 6: Baromter misst Höhenmeter (Quelle: Apple)
Die Sensoren messen bspw. auch die bewältigten Höhenmeter bei einer Wanderung
iPhone 6 - einfach per Fingerabdruck bezahlen (Quelle: Apple)
iPhone 6: Mit dem Fingerabdruck bezahlen

Mit Apple Pay per Fingerabdruck bezahlen

Apple Pay ist eine der bedeutendsten Neuerungen, die mit dem iPhone 6 daherkommen. Denn ab sofort wird das Smartphone zur digitalen Geldbörse. Möglich wird dies in Verbindung mit dem Fingerabdrucksensor auf dem Home-Button des iPhones. Mit der unter dem Namen Apple ID laufenden Funktion lassen sich Zahlungen ganz einfach per Fingerabdruck autorisieren. Der eigentliche Bezahlvorgang erfolgt dann über die in der Passbook App als Zahlungsmethode hinterlegte Kreditkarte. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt hier allerdings, denn Apple Pay wird es ab Oktober zunächst nur in den USA geben.

Weiterhin hat Apple dem iPhone erstmals ein Barometer spendiert, mit dem beispielsweise auf einer Bergtour die bereits erklommenen Höhenmeter gemessen werden. Der Wanderer weiß so immer ganz genau, welche Distanz noch vor ihm liegt. Darüber hinaus wurde die Health App weiterentwickelt, die beispielsweise im Zusammenspiel mit der ab dem kommenden Jahr erhältlichen Apple Watch ein noch umfangreicheres Gesundheits-Profil des Nutzers zeichnen kann.

Queransicht iPhone 6 (Quelle: Apple)

iPhone 6 Akku liegt auf iPhone 5S Niveau

Der Akku eines jeden neuen iPhones ist stets der größte Zankapfel. Logischerweise möchte jeder Nutzer möglichst lange ohne eine erneute Aufladung des Stromspeichers auskommen. Allerdings gab es hier in der Vergangenheit immer wieder Klagen. Beim iPhone 6 kann diesbezüglich eine kleine Entwarnung gegeben werden. Zwar dürfen vom 1.810 mAh Akku keine Wunderdinge erwartet werden, im Praxistest liegt die Laufzeit aber in etwa auf dem Niveau des Vorgängermodells iPhone 5S, wenn nicht sogar leicht darüber. Aber natürlich bieten hier andere Top-Smartphones, allen voran das Sony Xperia Z3, deutlich längere Laufzeiten.

Bereich und Gewichtung Kriterien Testurteil weitere Infos

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

98/100

Bedienung

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

85/100

Ausstattung

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

94/100

Kamera

Gesamtwertung

alle

92/100

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