América Móvil stimmt Fusion von o2 und E-Plus doch zu

SmartWeb News | , 15:22 Uhr |

Bisher hatte sich Carlos Slim Helú, der Vorsitzende des KPN Großaktionärs América Móvil ausdrücklich gegen die Fusion der KPN Tochterfirma E-Plus mit o2 ausgesprochen. Nachdem Telefónica o2 Germany nun den Kaufpreis für den Mobilfunkkonkurrenten noch einmal erhöht hat, zieht Slim nun seinen Einspruch zurück. Auch wenn América Móvil wie angekündigt KPN schlucken sollte, wird die Fusion der beiden deutschen Mobilfunkprovider nicht blockiert werden.

Höherer Kaufpreis und mehr Aktienanteile für E-Plus
Für zu niedrig hatte Slim den Kaufpreis befunden, der in erster Runde für E-Plus geboten worden war und deshalb seine Zustimmung verweigert. Angesichts der Tatsache, dass dessen Unternehmen América Móvil rund 30 % am E-Plus Mutterkonzern KPN hält und diesen sogar zu schlucken beabsichtigt, gab Telefónica o2 Germany dem Druck nun nach und legte ein neues Angebot vor. Statt 8,1 Milliarden € sollen demnach 8,55 Milliarden € an KPN gehen, zudem soll der Konzern insgesamt 20,5 Prozent Anteil am fusionierten Konzern erhalten, statt wie geplant 17,6 Prozent.

Nach Bekanntgabe der neuen Offerte zeigt sich Slim schließlich bereit, die Übernahme abzusegnen. KPN gab am heutigen Montag bekannt, dass América Móvil sich unwiderruflich verpflichtet hat, auf der außerordentlichen Hauptversammlung von KPN im Oktober für den geplanten Verkauf von E-Plus zu stimmen.

Fusion noch lange nicht in trockenen Tüchern
Zwar bleibt durch die Zustimmung seitens América Móvil für die Fusion von o2 und E-Plus nun eine Hürde weniger zu nehmen, allerdings bedeutet dies noch lange nicht, dass der Zusammenschluss auch tatsächlich stattfinden wird. Das letzte Wort haben hier nämlich die Kartellwächter. Und diese haben bereits angekündigt, die Übernahme genauestens auf den Prüfstand zu stellen. Tatsächlich gab Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamtes in einem Interview bekannt, dass sich seine Behörde eigens um die Prüfung des Deals zwischen den beiden Telekommunikations-Riesen kümmern werde, statt diese, wie bei einer Übernahme dieser Größenordnung üblich, der EU-Kommission zu überlassen.



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