Apple stellt neues iPad Pro vor, Windows-PCs jetzt obsolet

SmartWeb News | , 12:30 Uhr | Ingo Hassa

Apple iPad Pro

Ob sich Apple damit einen Gefallen getan hat? Der Hersteller will sein neues iPad Pro offenbar als Kampfansage an den klassischen Windows-PC positionieren. Wir halten uns da für den Moment einfach entspannt heraus. Hier sind die Fakten.

Geht es nach Apple-Marketing-Chef Phil Schiller, soll das neue iPad Pro für möglichst viele Nutzer den Windows-PC ablösen. So hat er das Modell zumindest bei seiner Einführung auf der gestrigen Keynote positioniert - sozusagen als das künftige Go-To-Gerät für modernes produktives Arbeiten. Klare Ansage also. Weniger klar ist hingegen, wie sich das neue iPad-Modell nun genau in das eigene Geräteportfolio einreiht. Denn zum einen stellt es eine verkleinerte Neuauflage des bisherigen iPad Pro dar, zum anderen fungiert es quasi als Nachfolger des iPad Air 2, dessen Formfaktor es geerbt hat.

Liebling, Apple hat seine Produkte geschrumpft 
Ähnlich wie Apple mit dem iPhone SE der Nachfrage nach dem angestammten 4-Zoll-Formfaktor Rechnung trägt (siehe auch: iPhone SE - das neue 4 Zoll Smartphone von Apple im Kurz-Check), bietet der Hersteller nun auch beim iPad Pro eine auf eine etablierte Displaygröße zurechtgestutzte Variante an. Denn technisch gleicht das frisch vorgestellte iPad Pro weitgehend dem letztjährigen Modell, die Bildschirm-Diagonale ist jedoch von 12,9 Zoll auf die angestammten 9,7 Zoll der iPad-Hauptreihe geschrumpft. Mit 6,1 mm ist es dabei auch einen Hauch dünner als der Vorgänger, das Gewicht sinkt gegenüber der 12,3 Zoll-Variante von etwas über 700 auf rund 440 Gramm.

Die beiden Modellvarianten des iPad Pro

Knackiges Display und Profi-Rechenpower
Mit der Verkleinerung des Retina-Displays ist gleichzeitig die Auflösung von 2.732 x 2.048 Pixel auf 2.048 x 1.536 Pixel gesunken. Abstriche in der Darstellungsqualität bedeutet dies allerdings nicht, denn mit 264 ppi bietet das iPad Pro 9,7'' die gleiche Pixeldichte wie sein Vorgänger. Durch einen neuen Kniff soll beispielsweise das Lesen auf dem iPad-Display sogar noch angenehmer werden: Das "True Tone Display"-Feature passt die Darstellung an die Lichtfarbe der Umgebung an - ähnlich wie eine Buchseite das Umgebungslicht reflektiert.

Wie das 12,3-Zoll-Modell ist auch das neue iPad Pro mit dem hochgezüchteten A9X-Prozessor plus dem M9 Coprozessor ausgestattet. Damit soll das iPad Pro übrigens nicht nur als Arbeitstier, sondern potenziell auch als Gaming-Maschine taugen, die in Sachen Grafikleistung die Konsolen der letzten Generation aussticht.

Upgrade für Kameras und LTE Unterstützung
Verbesserungen gibt es bei der Kamera: Statt auf 8 Megapixel bringt es die iSight Kamera des kleineren Modells auf 12 Megapixel, außerdem beherrscht sie nun auch die Aufnahme von 4K Videos mit 30 Bildern pro Sekunde, verfügt über einen True Tone-Flash und kann animierte Live Photos aufnehmen. Die FaceTime Kamera an der Front wurde von 1,2 Megapixel auf 5 Megapixel aufgebohrt und profitiert jetzt von der beim iPhone 6S eingeführten "Retina Flash"-Funktion.

Einen weiteren willkommenen Schritt nach vorne hat Apple in Sachen Konnektivität gemacht, denn das neue Pro-Modell (in den mobilfunkfähigen Varianten) beherrscht jetzt auch LTE Advanced. Darüber hinaus werden mehr Frequenzbänder für ein besseres Zusammenspiel mit LTE Netzen rund um den Globus unterstützt.

Ab Donnerstag buchbar, ab 689 Euro zu haben
Das iPad Pro 9,7'' wird jeweils in einer WLAN-only und einer LTE-Variante mit 32, 128 oder 256 Gigabyte an internem Speicher erscheinen. Je nach Modell fallen für das Gerät zwischen 689 und 1.199 Euro an. Als Farbvarianten stehen Silber, Gold, Spacegrau und Roségold zur Auswahl. Die Vorbestellung ist ab 24. März möglich, der eigentliche Verkaufsstart ist der 31. März. Der Apple Pencil schlägt mit 109 Euro zu Buche, ein an das 9,7 Zoll-Modell angepasstes Smart Keyboard ist für 169 Euro (statt 179 Euro) zu haben.



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