BITKOM: Handy-Gespräche machen 40 Prozent der Sprachtelefonie aus

SmartWeb News | , 14:31 Uhr |

Laut eines Berichts des Branchenverbands BITKOM haben die Deutschen im letzten Jahr etwa 288 Milliarden Minuten lang telefoniert, pro Bundesbürger macht das knapp 60 Stunden. Interessant ist dabei aber vor allem, wie sich die Anteile der Gesprächsminuten vom klassischen Festnetz hin zum Mobilfunk verschieben. Etwa 60 Prozent entfielen auf vom klassischen Festnetzanschluss aus geführte Telefonate, die anderen 40 Prozent der Gesprächszeit machten Handytelefonate aus.

Günstige Flatrate Tarife lassen Deutsche eher zum Handy greifen
Während die Zahl der Festnetz-Gesprächsminuten 2012 um 3 Prozent auf 178 Mrd. gefallen ist, ist die Zahl der über das Handy angehäuften Minuten um 2,5 Prozent auf 110 Mrd. angewachsen. Nach Ansicht des BITKOM ist dies auf die günstiger werdenen Minutenpreise und die steigende Verbreitung von Mobilfunk-Flatrates zurückzuführen - ob der Nutzer nun zum Festnetz-Apparat oder zum Mobiltelefon greife, sei den Verbrauchern zunehmend egal. Ende 2008 lag der Anteil der mobil verbrauchten Gesprächsminuten noch bei 30 Prozent.

Dementsprechend ist auch die Anzahl der Festnetz-Telefonanschlüsse in Deutschland leicht rückläufig, im Vergleich zum Vorjahr fiel sie um 0,3 Millionen auf 37,7 Millionen. Ein deutliches Minus gab es aber auch bei den Mobilfunkverträgen, hier rutschte die Gesamtzahl sogar von 114 auf 113 Millionen ab. Dies ist allerdings vor allem darin begründet, dass die Mobilfunkanbieter ihre Kundenzahlen um extrem viele inaktive Prepaid-Karten bereinigt haben. Die Verbreitung von Mobiltelefonen nämlich ist immens hoch, laut einer Umfrage des BITKOM besitzen 87 Prozent der Deutschen über 14 Jahren mindestens ein Handy.

Roaming-Abschaffung könnte Verbindungskosten steigen lassen
Ohne Anlass hat der BITKOM die Zahlen natürlich nicht zusammengetragen und stellt sich in seiner Mitteilung abermals klar gegen die von der EU-Kommission geplante Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb Europas. Die dadurch entfallenden Einnahmen würden die Netzbetreiber dazu zwingen, die Preise für Inlands-Telefonate zu erhöhen. Dies wiederum würde vor allem die einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen treffen.

Im europäischen Vergleich seien Inlandsgespräche mit dem Handy in Deutschland sogar recht günstig, der durchschnittliche Minutenpreis lag 2011 mit 8,8 Cent unter dem EU-Schnitt von 9,1 Cent. In Großbritannien wiederum fielen pro Minute 9,7 Cent an, in Frankreich 12,7 Cent und in Spanien ganze 13,3 Cent.



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