Codename Normandy: Baut Nokia doch ein Android-Smartphone?

SmartWeb News | , 14:28 Uhr |

Fakt Nummer 1: Nokia setzt seit Jahren auf Windows Phone als Betriebssystem für seine Smartphones. Fakt Nummer 2: Nokia bzw. die Smartphone-Sparte des finnischen Konzerns befindet sich derzeit in der Übernahme durch Microsoft, den Entwickler dieses Betriebssystems. Dennoch, glaubt man den Berichten von theverge.com, baut Nokia unter dem Projektnamen "Mountain View" einen als "Normandy" bezeichneten Prototypen, der auf Android basieren soll.

Einsteiger mit Android-Fork
Wie Insider berichten, hat Nokia sehr viel Aufwand betrieben, um noch in diesem Winter ein Einsteiger-Smartphone auf den Markt zu bringen, das statt mit Windows Phone mit einer blanken Android Version betrieben werden soll. Diese als "Fork" bezeichnete Variante kommt unter anderem bei Kindle-Geräten zum Einsatz und unterscheidet sich von anderen Versionen wie folgt: Android Apps sind zwar vorinstalliert und lassen sich auch anwenden, es kann aber nicht auf Google Play zugegriffen werden, sodass sich keine weiteren Android Apps aufspielen lassen. Zusätzliche Software stellt allein der Gerätehersteller bereit, der nicht nur eigene Apps ausliefert, sondern auch das Betriebssystem selbst nach eigenen Anforderungen anpassen und weiterentwickeln kann.

Das bei Nokia unter dem Codenamen "Normandy" gehandelte Android Smartphone war ursprünglich gedacht, um im niedrigen Preissegment die Marktanteile des finnischen Konzerns zu steigern. Ob das Gerät jemals Marktreife erreicht, ist nach der Übernahme durch Microsoft allerdings fraglich.

Nutzt Nokia die Übergangsphase?
Pläne für eigene Android-Smartphones gab es bei Nokia schon seit einiger Zeit und zunächst hieß es, dass über ein Aus für die bereits laufende Entwicklung entschieden werde, nachdem die Übernahme durch Microsoft von den Aktionären abgesegnet wäre. Doch auch nachdem der Deal nun besiegelt wurde, scheint es weiterhin keine klare Entscheidung zu geben. Kürzlich tauchten sogar Fotos des "Normandy"-Prototyps im Internet auf.

Aktuell wird der Verkauf von Nokias Smartphone-Segment an Microsoft durch die US-amerikanischen Kartellbehörden geprüft, was den Finnen wohl bis voraussichtlich Anfang 2014 Zeit verschafft, um "Normandy" wie geplant als Android-Smartphone doch noch für den Verkauf freizugeben. Eine Veröffentlichung unter Microsoft-Riege ist derweil unwahrscheinlich, da dies dem Konzern wohl gehörige Häme aus der Branche und ein echtes Image-Problem einbringen würde.



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