Ericsson-Studie: Wenig Surfspeed in Metropolen trotz Daten-Boom

SmartWeb News | , 13:39 Uhr |

Die Nachfrage nach Smartphones und Datendiensten steigt ungebremst. Dennoch ist mobiles Highspeed-Surfen vor allem in Metropolen nur selten möglich, das belegt der neueste “Mobility Report“ des weltweit größten Netzausrüsters Ericsson. Wer heutzutage in London oder New York Videos per Smartphone streamen möchte, sieht häufig schwarz. Dabei liegt der Video-Anteil am mobilen Datenverkehr aktuell bereits bei 50 % und wird bis 2019 jährlich um 55 % steigen.

Schneller surfen in Skandinavien
Dass im südkoreanischen Seoul, dem Hauptsitz des Elektronik-Giganten und Smartphone-Herstellers Samsung mobiles Internetsurfen auch mit hohen Datenraten problemlos möglich ist, sollte kaum verwunderlich sein. Im internationalen Highspeed-Ranking der Metropolen belegt die Mega-City Platz 3. Schneller und mit stabileren Datenraten surfen Nutzer nur in Kopenhagen und Oslo.

Wirklich überraschend ist allerdings, dass in London oder New York Video-Streaming per Smartphone in ordentlicher Qualität kaum möglich ist. Im Test durch Netzausrüster Ericsson wurde in 90 % aller Versuche die benötigte Geschwindigkeit von 1 Mbit/s nicht erreicht. Ebenso in Tokyo, das als eine der Technologie-Hauptstädte der Welt gilt. Allerdings liegen die Datenraten hier noch um einiges höher als beim Letztplatzierten Delhi. In der indischen Millionen-Metropole waren in 90 % der Testdurchläufe kaum 100 kbit/s erzielt worden.

Netze ächzen unter Datenlast
Angesichts der Prognosen, die Ericsson in seiner Studie abgibt, werden künftig aber nicht nur die Mobilfunknetze der großen Städte den Anforderungen der stetig wachsenden Nutzerzahlen nicht mehr gerecht werden können - oder im schlimmsten Fall sogar unter der Last schier zusammenbrechen. Inzwischen werden weltweit bereits 6,6 Milliarden Mobilfunkanschlüsse genutzt, wobei die Zahl der Nutzer geringer ist, da diese häufig mehr als ein internetfähiges Gerät besitzen.

2019 werden es voraussichtlich 9,3 Milliarden mobile Anschlüsse sein, über die zudem eine rapide steigende Zahl an Datenverbindungen genutzt wird. Allein in den letzten 12 Monaten hat der globale Datenverkehr um 80 Prozent zugelegt, bis 2019 wird er sich wohl verzehnfachen. Ein massiver Netzausbau ist daher eine besonders dringende Aufgabe, der sich Netzbetreiber weltweit zu stellen haben.



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