Bundesnetzagentur entscheidet

Höchstens 6,82 €: Mitnahme der Mobilfunknummer ab sofort günstiger

SMARTWEB News | , 10:46 Uhr | Laura Stortz

Die Bundesnetzagentur legt eine verbindliche Maximalhöhe für Entgelt bei Rufnummernportierung fest: Ab sofort dürfen maximal 6,82 € verlangt werden, wenn eine Rufnummer zum neuen Mobilfunkanbieter mitgenommen werden soll. Einige Anbieter sind nun verpflichtet, die Gebühren zu senken.

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Bundesnetzagentur

Die Rufnummernmitnahme bei Wechsel des Mobilfunkanbieters konnte bis vor kurzem recht teuer werden. Nachdem die Bundesnetzagentur allerdings die Portierungsentgelte auf der Vorleistungsebene auf 3,58 € gesenkt hatte, wurden die Netzbetreiber Mitte Februar 2020 dazu aufgefordert, die Ersparnis auch an die Endkunden weiter zu geben. Die meisten Anbieter hatten daraufhin das Entgelt auf freiwilliger Basis auf 6,82 € abgesenkt, darunter etwa die Telekom und Vodafone. Dieser Betrag entspricht dem von der Bundesnetzagentur vorgeschlagenen Richtwert.

Allerdings waren nicht alle Mobilfunkanbieter der Empfehlung gefolgt. Daher hat die Bundesnetzagentur bereits Ende Februar ein Verfahren der nachträglichen Entgeltüberprüfung eingeleitet. Im Anschluss daran wurde nun die Höhe des maximal zulässigen Entgelts für eine Rufnummernportierung auf 6,82 € verbindlich festgeschrieben. Seit dem 20. April 2020 sind nun alle Mobilfunkanbieter verpflichtet, sich an diesen Wert zu halten.

1&1, o2 und weitere Anbieter mussten nachbessern

Anlass für das Vorgehen der Bundesnetzagentur war die Weigerung der Anbieter freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und des o2-Mutterkonzerns Telefónica, die Preissenkung mitzumachen. Die Unternehmen hatten weiterhin Gebühren von bis zu 30 € für die Rufnummernportierung von ihren Kunden verlangt. Das Verfahren zur nachträglichen Entgeltüberprüfung durch die Bundesnetzagentur zeigte allerdings, dass sich Beträge in dieser Höhe nicht rechtfertigen lassen. Die Unternehmen hatten argumentiert, die Preissenkung aufgrund anderweitiger gestiegener Kosten nicht wie aufgefordert an die Endkunden weitergeben zu können. Dafür konnten im Rahmen der Überprüfung allerdings keine Hinweise gefunden werden. Auch für diese 1&1, o2 und Co. ist die Vorgabe der Bundesnetzagentur nun verbindlich. Ab sofort sollte daher eine Rufnummernportierung, unabhängig vom Provider, nicht mehr als 6,82 € kosten. Den Anbietern steht es allerdings auch frei, ein geringeres oder gar kein Entgelt zu erheben.


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