Mehr Schutz vor Hacker-Angriffen: Telekom stellt Honigtöpfe auf

SmartWeb News | , 10:14 Uhr |

Viele Hackerangriffe werden heute nicht mehr auf Privat-PCs, sondern vor allem auf Smartphones und Tablets verübt. Tendenz weiter steigend. Um dagegen vorzugehen, will die Deutsche Telekom nun "Fallen", sogenannte Honeypots, aufstellen, die gezielt Angriffe auf Smartphones mit Android Betriebssystem registrieren sollen. Die so gewonnenen Daten zeigen nicht nur, wie die Hacker vorgehen, sondern auch über welche Server aus welchen Ländern sie kommen.

"Honeypots" auf Smartphones
Warum Angriffe auf Smartphones und Tablets für Hacker heute besonders attraktiv sind, leuchtet schnell ein: Mit ihren mobilen internetfähigen Geräten sind Verbraucher fast ständig online; allein die Anzahl der Smartphones ist in den vergangenen Jahren schier in die Höhe geschossen. Viele User nutzen zum Internetsurfen fast ausschließlich ihr mobiles Endgerät und verzichten auf den Desktop-PC oder das Notebook. Entsprechend hat sich der Einsatz von Schadsoftware stetig erhöht.

Um stärker gegen diese Angriffe vorzugehen, setzt die Telekom nun auf Lockmittel. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat es ein System entwickelt, das künftig auf Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen und Daten über Angriffe übermitteln soll. Dabei werden sogenannte "Honeypots", Honigtöpfe, aufgestellt und simulieren für Hacker ein ungeschützes internetfähiges Gerät. Attacken mit Spam oder anderer Schadsoftware sollen so gezielt provoziert werden, sind also ausdrücklich erwünscht. Anschließend wird die gefundene Schadsoftware und das Vorgehen der Angreifer genau analysiert, um einen wirksamen Schutz für Smartphones zu entwickeln.

Bis zu 800.000 registrierte Angriffe täglich
Laut der Telekom wurde das System nun in einem ersten Prototyp auf Smartphones eingesetzt. Die Tests laufen derzeit auf den Modellen Samsung Galaxy S4 und HTC Desire. Die Lock-Software auf dem Gerät arbeitet dabei im Hintergrund und beeinflusst den sonstigen Einsatz des Smartphones nicht. Findet ein Angriff statt, werden die Daten über die Schädlinge an das Frühwarnsystem der Telekom weitergeleitet. Neu ist vor allem der Einsatz solcher Software auf mobilen Endgeräten, denn bislang wurden auf Linux-Rechnern die Netzwerkeigenschaften von Android-Geräte simuliert. Laut eigenen Angaben hat die Telekom bislang 180 Honeypots aufgestellt und bis zu 800.000 Angriffe täglich registriert. 



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