Mobilfunk-Markt Q1 2013: Telefónica startet verhalten ins neue Jahr

SMARTWEB News | , 17:00 Uhr

Mobilfunkmarkt Q1 2013

Die Kennzahlen aus dem heute vorgelegten Geschäftsbericht von Telefónica Deutschland für das Q1 2013 verdeutlichen die schwierige Konkurrenzsituation auf dem deutschen Mobilfunk- und Breitbandmarkt. So führt der anhaltende Preiskampf zu schwindenden Gewinnmargen, während gleichzeitig hohe Investitionen erforderlich sind, um das eigene Angebot konkurrenzfähig zu halten. Auch die Telefónica mit ihrer Marke o2 musste im Q1 Gewinneinbußen verkraften.

Trend zum Smartphone bringt Vertragskunden
Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Gesamtumsatz der Telefónica Deutschland um 2,3 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro zurückgegangen, der operative Gewinn sank von 280 auf 278 Mio. Euro. Ein Grund für die rückläufigen Umsätze ist ausgerechnet der Erfolg der neuen o2 Mobilfunktarife. Diese zogen laut Firmen-Angaben sowohl bestehende Vertragskunden als auch bisherige Prepaid-Kunden an, sind aber - zumindest noch nicht - so umsatzstark.

Weiterhin großes Wachstum verzeichneten die Umsätze im Bereich der mobilen Datendienste, im Vergleich zum Vorjahr legten sie um 24,1 Prozent zu. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem von der immer höheren Verbreitung moderner Smartphones. Im Vorjahresvergleich kletterten die Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware so auch um 23,6 Prozent auf 180 Mio. Euro. Zum Ende des Q1 2013 betrug die Smartphone-Durchdringung bei o2 27,9 Prozent, im Vertragskunden-Segment erreichte die Penetration sogar 65 Prozent.

Talfahrt im Festnetz setzt sich fort
Die Zahl der o2 Mobilfunkkunden ist im Q1 um 25.000 auf 19,325 Mio. angestiegen. Dabei hat sich eine weitere Verschiebung vom Prepaid- hin zum Postpaid-Segment vollzogen. Zum 30. März belief sich der Vertragskunden-Anteil auf 53 Prozent, was einer Steigerung von 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Festnetzbereich standen dagegen erneut Kundenverluste an, unterm Strich schrumpfte die Zahl der o2 DSL Kunden im Q1 2013 um weitere 40.000 auf knapp 2,34 Millionen. Im Vergleich zum Q1 2012 fielen die Umsatzerlöse der Festnetz-Sparte so auch um 10,7 Prozent auf 315 Mio. Euro.

Telefónica stellt Weichen für die Zukunft
Neben der Verlagerung hin zu längerfristigen Vertragsverhältnissen sollen vor allem der Netzausbau das eigene Angebot zukunftsfest machen. Infolgedessen hat die Telefónica ihren Unsatzaufwand im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,4 Prozent auf 146 Mio. Euro erhöht. Ende März konnte o2 LTE Netze in München und Berlin in Betrieb nehmen, der Start in Düsseldorf erfolgte schließlich Ende April.

Moderne Highspeed-Angebote sollen auch das Festnetz-Geschäft ankurbeln. So hat die neue VDSL Speed-Option laut Unternehmensangaben einen erfolgreichen Start hingelegt, wenngleich sie "noch keinen wesentlich Einfluss auf das Ergebnis im ersten Quartal" gehabt habe. Darüber hinaus arbeitet Telefónica an einer Kooperation mit der Telekom, die ihr Zugang zu VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukten geben soll.

Mehr Hintergrund-Informationen zum deutschen Mobilfunk-Markt hält der vierteljährlich erscheinende DSLWEB Mobilfunk Report bereit. Zahlenmaterial und Details zu den Entwicklungen im Festnetz-Segment bietet hingegen der DSLWEB Breitband Report.



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