Mobilfunk: Provider geben 5 Milliarden Euro für Frequenzen aus

SmartWeb News | , 16:00 Uhr |

Funkmast von Vodafone

Nach drei Wochen und 181 Auktionsrunden endete heute die Versteigerung von Frequenzen für das mobile Breitband-Internet. Die drei Bieter Telekom, Vodafone und o2 gaben insgesamt mehr als 5 Milliarden Euro aus. Der Erlös fällt damit höher aus als von Experten erwartet.

Bei der Auktion kamen insgesamt 270 MHz Spektrum aus den Frequenzbereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz unter den Hammer. Dabei handelte sich einerseits um Frequenzen, welche in den kommenden Jahren durch die Umstellung des Antennenfernsehens von DVB-T auf DVB-T2 frei werden. Dieses Frequenzspektrum fällt künftig dem Mobilfunk zu. Andererseits wurden allerdings auch Frequenzen versteigt, die bereits für mobiles Internet genutzt werden und 2016 auslaufen.

Schwacher Start, heißer Wettstreit am Ende
Nach einem zunächst verhaltenen Auktionsstart kam mit längerer Dauer zunehmend Fahrt in den Bieterwettstreit. In den letzten Tagen lieferten sich vor allem die Deutsche Telekom und Vodafone einen heißen Kampf. Vodafone sicherte sich im Ergebnis den größten Teil des Kuchens und gab insgesamt 2,09 Milliarden für Rechte an Frequenz aus. Vodafone erhält dafür 110 MHz an Funk-Spektrum und kann es künftig für die mobile Datenübertragung via LTE einsetzen. Knapp dahinter folgt die Telekom mit 100 MHz Frequenzspektrum und Ausgaben in Höhe von 1,79 Milliarden Euro. Vergleichsweise zurückhaltend agierte Telefónica Deutschland (o2): Der dritte deutsche Netzbetreiber erhält 60 MHz und zahlt rund 1,2 Milliarden Euro.

Alle drei Netze auch künftig gut aufgestellt?
Alle drei Netzbetreiber äußerten sich im Anschluss an die Auktion zufrieden mit dem Ergebnis. Der scheidende Vodafone Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum kommentierte: "Wir haben in dieser Auktion ein sehr gutes Ergebnis erzielt und konnten nicht nur die meisten, sondern vor allem sehr wertvolle Frequenzen für uns sichern." Auch Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Chef der Telekom Deutschland GmbH, sieht das eigene Netz weiter gut aufgestellt: "Damit werden wir auch weiterhin unserem Anspruch gerecht, unseren Kunden das beste Mobilfunknetz anzubieten".

Obwohl Telefónica Deutschland das geringste Frequenzspektrum erwarb, sieht CEO Thorsten Dirks sein Unternehmen auf dem richtigen Weg: "Wir sind mit dem Ergebnis der Auktion zufrieden und haben ein werthaltiges Frequenzpaket erworben. Das Spektrum optimiert unsere Frequenzausstattung insgesamt und zahlt damit voll auf unsere Strategie ein, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden". Die Zurückhaltung von Telefónica Deutschland muss vor allem im Zusammenhang der Fusion von o2 und E-Plus gesehen werden. Nach dem Zusammenschluss beider E-Netze und ergänzt um die erworbenen Frequenzen besitzt das Unternehmen nunmehr rund 358 MHz an Mobilfunkspektrum.



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