Mobilfunkmarkt Q2 2014: Bei o2 sinken Umsätze weiter - aber langsamer

SmartWeb News | , 13:32 Uhr |

o2 Mobilfunk Kennzahlen

Telefónica Germany steht inzwischen kurz vor der Fusion mit E-Plus. Das sollte dem Mobilfunkgeschäft von o2 neuen Antrieb verleihen - denn derzeit ist der Anbieter weiter von rückläufigen Umsätzen und Verlusten geplagt. Immerhin lässt sich im Q2 ein leichter Aufwärtstrend ausmachen, denn die Rückgänge haben sich zumindest verlangsamt.

Unterm Strich 24 Millionen Euro Verlust
Das schmerzt natürlich: Auch im Q2 2014 hat o2 Verluste geschrieben, für die Zeit von April bis Ende Juni ergab sich insgesamt ein Minus von 24 Mio. Euro. Im Q1 hatte o2 mit 40 Mio. Euro sogar noch deutlicher verloren, ein Jahr zuvor hingegen stand wenigstens noch ein schmaler Gewinn von 3 Mio. Euro in den Bilanzen.

Auch die Umsätze haben im Vergleich zum Vorjahr weiter gelitten. Der gesamte Mobilfunk-Serviceumsatz hat so um 2,7 % auf 728 Mio. Euro im Q2 2014 nachgegeben. Hier machten sich vor allem zwei Faktoren bemerkbar: Zum einen ist das Volumen an kostenpflichtig versandten SMS drastisch zurückgegangen, zum anderen sind viele Bestandskunden nach der Umstellung des o2 Tarifportfolios auf günstigere Angebote gewechselt.

Dementsprechend fiel auch der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde ein gutes Stück geringer aus als im Jahr zuvor - er sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,1 % auf 12,5 Euro ab. Dies konnte auch nicht durch eine wachsende Kundenbasis kompensiert werden, denn seitdem konnte o2 lediglich um 0,1 % auf 19,5 Mio. Mobilfunkverträge zulegen.

o2 Mobilfunk Kundenzahlen Q2 2014

 

Und wenn Du denkst es geht nicht mehr...
Trotz aller Hiobs-Botschaften gibt es immerhin leichte Anzeichen für eine beginnende Trendwende - im Vergleich zum Jahresbeginn haben sich die o2 Kennzahlen durchaus verbessert. Allem voran konnte o2 im Q2 2014 mit 161.000 Netto-Neukunden erstmals seit einem halben Jahr wieder einen deutlichen Gewinn an Mobilfunkverträgen verzeichnen. Die Gesamtzahl der o2 Mobilfunk-Teilnehmer kletterte so auf 19,44 Mio, die Zahl der besonders lukrativen Postpaidverträge machte sogar einen Sprung um 152.000 auf über 10,5 Millionen.

Neuer Schwung vor allem durch LTE Ausbreitung?
Hoffnung kann o2 - wie die restliche Branche - gerade durch den zunehmenden Anklang neuer LTE-fähiger Angebote schöpfen. Das moderne mobile Highspeed-Internet dürfte deutlich zu dem verstärkten Interesse an Postpaid-Verträgen beigetragen haben und wirkt sich auch direkt auf den Durchschnittsumsatz aus. Das mobile Internet ist nämlich nach wie vor der größte Wachstumstreiber. So ist der Umsatz im mobilen Datengeschäft durch die wegbrechenden SMS-Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal zwar insgesamt um 1,4 % auf 354 Mio. Euro zurückgegangen, der reine Datenumsatz ohne SMS hat im gleichen Zeitraum jedoch um weitere 9,1 % auf 256 Mio. Euro zugelegt.

Turbo-Internet hilft auch Smartphone-Ansatz auf die Beine
Der Mobilfunk der 4. Generation scheint darüber hinaus auch das angeschlagene Hardware-Geschäft von o2 zu stützen. Im Q1 2014 lag der Umsatz in diesem Segment noch stolze 33,2 % unter dem Vorjahreswert. Im Q2 hat sich der Endgeräte-Verkauf nun zumindest soweit erholt, dass der Umsatzrückgang zum Vorjahr mit 6,9 % deutlich niedriger ausgefallen ist.

o2 schreibt diese positive Entwicklung sowohl dem Start von neuen Geräten und Bundle-Angeboten als auch der im April gestarteten "#YouCanDo" Marketing-Kampagne zu. Aber gerade die neuen LTE-fähigen Smartphones scheinen besondere Zugkraft zu haben, denn im Q2 2014 handelte es sich bereits bei 86 % der abgesetzten Smartphones um Geräte dieser Kategorie. Gegenüber dem Vorjahr ist die Smartphone-Penetration innerhalb der o2 Kundenbasis um 4,3 Prozentpunkte auf 33,1 % angestiegen.

Während 21,3 % der o2 Prepaid Kunden ein Smartphone nutzen, sind 72,1 % der Postpaid-Kunden damit ausgestattet. Die Zweitmarke Fonic hat in diesem Punkt im vergangenen Jahr übrigens extrem aufgeholt - mit einem Plus von 16,4 Prozentpunkten auf 32,3 % liegt sie in Sachen Smartphone-Penetration inzwischen nahezu gleichauf mit o2.



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