Mobilfunkmarkt Q3 2016: Erstmals mehr als 10 Millionen Telekom LTE Kunden

SmartWeb News | , 15:30 Uhr |

Telekom Firmensitz

Mit ihrem "Mehr für Mehr"-Ansatz sieht sich die Deutsche Telekom auf dem richtigen Weg. Im Q3 2016 hat die Zahl der LTE Nutzer im Telekom-Netz nun erstmals die Marke von 10 Millionen überschritten - und die durchschnittliche monatliche Datennutzung kratzt jetzt auch endlich am Gigabyte.

Unterm Strich ist die Zahl der Mobilfunk-Kundenverträge im Netz der Telekom zwischen Juli und Ende September um rund 323.000 auf 41,461 Millionen angestiegen. Dabei hat die Zahl der lukrativen Postpaid-Laufzeitverträge um starke 609.000 auf knapp über 24,9 Millionen zugelegt. Der Bestand an Prepaid-Kundenverträgen hingegen sackte im Q3 2016 um immerhin 283.000 auf 16,76 Millionen ab.

Auffällig ist die Verteilung der Vertragszugewinne: Während 145.000 der Netto-Neukundenzahl auf die Telekom-Hauptmarke und die Zweitmarke Congstar verfielen, erhielten die Drittanbieter und virtuellen Netzbetreiber im Telekom-Netz im Q3 überproportional großen Zulauf - sie brachten es gemeinsam auf 464.000 zusätzliche Verträge. Während sich die Eigenmarken im erwartbaren Rahmen bewegten, markiert das Abschneiden der Partnermarken einen ungewöhnlich hohen Ausschlag.

Diagramm Telekom Contract Net Adds Q3 2016

Die Zahl der LTE Kunden - also der Kunden, die über einen LTE Tarif plus das passende LTE-fähige Smartphone verfügen - ist alleine im Q3 2016 um fast 760.000 auf 10,673 Millionen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Zuwachs um mehr als 43 Prozent.

Durch die wachsende Verbreitung der schnellen Mobilfunkverbindungen und wachsenden Datenvolumen in den entsprechenden Tarifen hat auch die mobile Datennutzung einen gewaltigen Sprung gemacht. Zwar hinkt Deutschland hier im internationalen Vergleich immer noch etwas hinterher (siehe hierzu auch SmartWeb Mobilfunk Report Q1 2016), inzwischen kommt der durchschnittliche Telekom-Nutzer aber immerhin auf einen monatlichen Datenverbrauch von knapp unter einem Gigabyte. Verglichen mit dem Vorjahreswert bedeutet dies einen Anstieg um 81 Prozent. Der Durchschnittsnutzer ohne LTE-Vertrag kommt dabei übrigens auf nur 534 MB pro Monat, bei den LTE-Kunden hingegen liegt der Durchschnittsverbrauch bei 1.484 MB im Monat.

Vielerlei Faktoren: Mobilfunkumsatz weiterhin unter Druck
Gemessen an den mobilen Serviceumsätzen ist die Telekom in Deutschland nach wie vor Marktführer. Denn während die Serviceumsätze allgemein zurückgehen, brachte es die Telekom im Q3 auf ein - wenn auch denkbar schmales - Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei handelt es sich um den ersten solchen Anstieg der Serviceumsätze seit dem Q2 2015.

Weiterhin stark negativ haben sich hier die regulatorisch bedingte Absenkung der EU-Roaming-Gebühren sowie die Preisnachlässe auf das Kombi-Produkt MagentaEINS ausgewirkt, die von der Telekom komplett auf das Mobilfunkgeschäft verbucht werden. Ohne diese Einflüsse hätte die Telekom laut Unternehmensaussagen auf ein Plus der Serviceumsätze von rund 3,5 Prozent blicken können. Keine Stabilisierung gab es dagegen beim Gesamtumsatz der Mobilfunksparte, der gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,6 Prozent abgesunken ist. Laut Telekom lag das vor allem an den abflauenden Endgeräte-Verkäufen ohne Tarif, wobei das Unternehmen das eher margenschwache Hardwaregeschäft zuletzt bewusst heruntergefahren hat.

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