Mobilfunkmarkt Q4 2017: Telefónica stabilisiert Serviceumsatz

SMARTWEB News | , 16:51 Uhr | Ingo Hassa

Telefonica Firmengebäude
Mobilfunkmarkt Q4 2017: Telefónica stabilisiert Serviceumsatz 5 / 5 1 (1)

Telefonica kann eine Trendwende bei seinen Mobilfunk-Serviceumsätzen verkünden - solange man negative Regulierungseffekte außen vor lässt. Seine Kundenzahl muss der Netzbetreiber derweil nach unten korrigieren.

Mobilfunk-Serviceumsatz wieder im Plus - jedenfalls bereinigt
Dank der starken Nachfrage nach seinen o2 Free Vertragstarifen konnte Telefónica im Q4 2017 zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren wieder einen Zuwachs bei seinem Mobilfunk-Serviceumsatz verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte dieser wieder leicht um 0,8 Prozent auf 1,361 Mrd. Euro zu. Allerdings gilt diese Rechnung nur, solange man die deutlichen Auswirkungen von regularischen Maßnahmen in den letzten Monaten ausblendet - namentlich der Senkung von Terminierungsentgelten und dem Wegfall von EU-Roaming-Gebühren. Berücksichtigt man diese Negativ-Effekte, reicht es wiederum nicht ganz zur Trendwende: Der unbereinigte Serviceumsatz nämlich lag im Q4 2017 mit 1,332 Mrd. Euro immerhin noch 1,2 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.

Stark nachgefragt: Postpaid-Angebote mit hohen Datenvolumen
Auch wenn die Regulierung die Umsatszahlen weiterhin belastet, geht das operative Geschäft in die richtige Richtung. So konnte Telefónica im Q4 2017 erneut deutlich bei den lukrativen Postpaid-Kundenverträgen zulegen. Unterm Strich kam der Netzbetreiber hier bei einem Plus von 186.000 auf insgesamt 21,27 Millionen Laufzeitverträge. Dabei hatte das Partnergeschäft erneut einen großen Anteil, laut Telefónica waren die verschiedenen Partnermarken im Q4 2017 für rund 58 Prozent der Brutto-Neuverträge verantwortlich. Dieses starke Abschneiden schreibt der Netzbetreiber vor allem dem verstärkten Fokus auf LTE und entsprechend hohe Datenvolumen im Angebot des Partnersegments zu.

Große Zugkraft beweisen aber auch die Mobilfunktarife der Telefónica-Kernmarke o2. Erst im September hatte der Provider sein o2 Free Tarifportfolio weiter verbessert und mit deutlich höheren Datenkontingenten ausgestattet (siehe auch Ab sofort: o2 Free mit 10, 20 und 25 GB Datenvolumen buchbar). Die zunehmende Konzentration auf hohe Datenvolumen (gekoppelt mit o2s Version einer "Endlos-Flatrate") hat sich auch deutlich auf das Nutzerverhalten ausgewirkt. Die mobile Datennutzung im o2 Netz ist 2017 so um volle 55 Prozent angestiegen. Noch stärker hat der Durchschnittsverbrauch von o2 Vertragskunden zugelegt, der um 68 Prozent auf 2,8 GB/Monat geklettert ist. Kunden, die eines der höherwertigen o2 Free Tarifpakete gebucht haben, kommen laut o2 inzwischen sogar auf mehr als 7 Gigabyte pro Monat. Das erfolgreiche o2 Free Portfolio will Telefónica deshalb auch in den kommenden Monaten weiterentwickeln und ausbauen. Man darf gespannt sein: Im Laufe des Jahres soll es demnach "um zahlreiche Innovationen ergänzt" werden, die "das Kundenerlebnis entscheidend verbessern" sollen.

Massive Prepaid-Ausbuchungen zum Jahresende
Trotz der Postpaid-Zugewinne ist die Gesamtzahl der Mobilfunkteilnehmer im Telefónica-Netz zum Jahresende allerdings deutlich abgerutscht. Insgesamt hat das Unternehmen die Zahl seiner aktiven Prepaid-Kundenverträge im Q4 2017 um 1,69 Millionen auf 21,88 Millionen herunterkorrigiert. Dies ist allerdings in erster Linie die Folge einer Datenbank-Bereinigung im Zuge der Integration der Computersysteme von Telefónica Deutschland und E-Plus geschuldet. Darüber hinaus machten sich aber auch die seit Sommer geltende Identifikationspflicht beim Erwerb von Prepaid-Karten sowie die Abschaffung der EU Roaming-Gebühren in einer merklich gesunkenen Prepaid-Nachfrage bemerkbar.

Entwicklung o2 Mobilfunk Verträge



Weitere Handy News


Logo o2
Anbietercheck Logo

o2 Mobilfunk

Handytarif Vergleich

Tarifvergleich starten

Unser Versprechen

Unser Versprechen
  • Kompetent: Tarifexperten seit 2002
  • Unabhängig: Transparent und objektiv
  • Günstig: Immer erstklassige Angebote