o2 Mobilfunk im Q1 2018: Postpaid dominiert jetzt auch bei o2

SMARTWEB News | , 13:30 Uhr | Ingo Hassa

o2 Firmengebäude
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Bei o2 haben sich im Q1 2018 die Trends aus den letzten Quartalen fortgesetzt. Trotz der an sich positiven Umsatzentwicklung hat der Netzbetreiber weiter an den Regulierungs-Maßnahmen aus dem vergangenen Jahr zu knabbern.

Smartphone-Verkäufe helfen über Roaming-Knick hinweg
Zum Jahresende 2017 war es endlich soweit: Telefónica Deutschland konnte die Trendwende bei den eigenen Mobilfunk-Serviceumsätzen verkünden. Allerdings galt dies nur beim Blick auf die bereinigten Umsatzzahlen, bei denen die Auswirkungen von regulatorischen Maßnahmen bewusst ausgeklammert wurden. In erster Linie betraf dies die Abschaffung der EU Roaming-Gebühren, die im Sommer 2017 in Kraft getreten war.

Trotz Verbesserungen im operativen Geschäft reichte es auch im Q1 2018 noch nicht für ein "echtes" Wachstum bei den Serviceumsätzen: Während der bereinigte Mobilfunk-Serviceumsatz um 0,4 Prozent auf 1,298 Mrd. Euro zugelegt hat, ergab sich unter Berücksichtigung der regulatorischen Effekte stattdessen ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei schlugen die Regulierungs-Auswirkungen mit 11 Mio. Euro zu Buche und drückten den tatsächlichen Serviceumsatz auf 1,287 Mrd. Euro.

Insgesamt ist der Mobilfunkumsatz von Telefónica Deutschland dennoch deutlich im Plus - gegenüber dem Vorjahresquartal ist er um 1,4 Prozent auf 1,566 Mrd. Euro angestiegen. Das liegt vor allem am starken Hardware-Geschäft. Nicht nur waren gerade hochwertige Smartphones generell stark nachgefragt, darüber hinaus hat o2 den Endgeräte-Verkauf im Q1 2018 zusätzlich mit einer Reihe von zeitlich befristeten Bundle-Angeboten gepusht. Das hat sich deutlich ausgewirkt: Im Vergleich zum Q1 2017 ist der Endgeräte-Umsatz um volle 11 Prozent auf 280 Mio. Euro angestiegen. 

Entwicklung o2 Mobilfunk Verträge

Weiterhin geringe Nachfrage nach Prepaid-Verträgen
Im Zuge einer Datenbankbereinigung hat Telefónica Deutschland die Zahl seiner Prepaid-Kundenverträge zuletzt massiv herunterkorrigiert (siehe Mobilfunkmarkt Q4 2017: Telefónica stabilisiert Serviceumsatz). Davon abgesehen hat sich das Prepaid-Geschäft allerdings allgemein sichtlich abgekühlt. Schuld sind abermals Regulierungs-Verfügungen. Zum EU-Roaming kommt hier auch noch die seit Juli 2017 geltende Identifikations-Verpflichtung bei der Aktivierung von Prepaid-Karten.

Das hat zu einem weiteren starken Rückgang bei den Prepaid-Kundenverträgen im o2 Netz geführt. Unterm Strich ist deren Gesamtzahl im Q1 2018 um 535.000 auf 21,35 Millionen abgesunken. Diese Vertragsverluste konnte Telefónica Deutschland auch nicht durch das solide Postpaid-Geschäft ausgleichen. Insgesamt ergab sich so ein Minus von 378.000 Mobilfunk-Kundenverträgen im o2 Netz, das zum Ende des Q1 2018 damit 42,78 Teilnehmer zählte.

Sehr erfolgreich läuft derweil die Vermarktung der o2 Free Vertragstarife. Diese können unter anderem mit einem sehr hohen Highspeed-Volumen punkten. Der Verkaufsschlager im aktuellen Portfolio ist die Variante o2 Free M, die im Q1 von 60 Prozent der o2 Free Neukunden gebucht wurde. Schon der M-Tarif wartet mit einem monatlichen Volumen-Kontingent von 10 GB auf. Das animiert zur ausgiebigen Nutzung: Während der durchschnittliche o2 LTE Kunde auf einen monatlichen Datenverbrauch von 2,8 GB kommt, verbrauchen Nutzer mit o2 Free M im Schnitt bereits rund 6 GB pro Monat.

Mit den Verlusten im Prepaid-Segment und dem gleichzeitigen Zugewinn von 157.000 Postpaid-Verträgen ist im Q1 2018 nun auch bei Telefónica Deutschland eingetroffen, was bei den Konkurrenten Deutsche Telekom und Vodafone bereits seit einigen Jahren der Fall ist: Der Postpaid-Bereich vereint jetzt mehr Kundenverträge (21,431 Mio. Verträge) als das bei Telefónica traditionell besonders kundenstarke Prepaid-Segment (21,346 Mio. Verträge).



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