Aktuelle Geschäftszahlen
o2 Mobilfunk im Q1 2025: Netzwechsel & Partnerkarten belasten Umsatz
Die 1&1 Kundenmigration aus dem o2 Netz schlägt sich deutlich auf Kundenzahlen und Umsatz nieder. Der eigene Postpaid-Kundenstamm wächst jedoch trotz des schwierigen Marktumfelds kräftig - was zum Teil aber auch mit starken Preisnachlässen erkauft ist.

Trotz Millionen-Minus: Das o2 Postpaid-Segment wächst
Es wird leerer im Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland. Denn nach einigen Verzögerungen hat der Umzug von 1&1 Kunden auf das neue vierte Mobilfunknetz (bzw. das National Roaming durch Vodafone) wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Postpaid-Teilnehmer im o2 Netz dadurch um 6,2 Prozent auf 26,285 Millionen gefallen. Mehr zur großen Kundenmigration im SMARTWEB Mobilfunk Report 2025
Doch die Netzwechsler sind intern natürlich längst abgeschrieben. Blickt man auf die operative Entwicklung, stellt sich die Situation wesentlich positiver dar. Um die zu migrierenden Verträge bereinigt, konnte o2 im Jahresvergleich nämlich um 4,5 Prozent auf 17,445 Mio. Postpaid-Kundenverträge zulegen. Allein im Q1 2025 kam dabei ein Netto-Plus von 164.000 Verträgen zusammen.
o2 Mobilfunk Q1 2025
- Mobilfunkkunden (gesamt)
43,228 Mio. (-1.762.000) - Postpaid-Kundenverträge
26,285 Mio. (-1.604.000) - Postpaid-Kundenverträge (bereinigt)
17,445 Mio. (+164.000) - Prepaid-Kundenverträge
14,565 Mio. (-309.000)
Die Zahl der Prepaid-Kundenverträge ist unterdessen um 4,4 Prozent auf insgesamt 14,565 Mio. zum Ende des Q1 2025 zurückgegangen. Mit 1&1 oder Vodafone hat das aber nichts zu tun - dieses (erwartete) Minus ist schlicht dem allgemeinen Markttrend hin zu den Laufzeitverträgen geschuldet.
o2 Rabatte schlagen sich auf Umsatz nieder
Angesichts der Kundenmigration aus dem Telefónica Netz ist der Mobilfunkumsatz erwartungsgemäß zurückgegangen. Mit insgesamt 1,834 Mrd. Euro lag dieser im Q1 2025 um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Mobilfunk-Serviceumsätze verzeichneten dabei ein Minus von 1,9 Prozent - ohne den Migrations-Effekt, betont o2, wäre man hier jedoch ebenfalls im Plus gewesen.
Hier spielen laut o2 nicht nur klassische Neukunden-Vergünstigungen eine Rolle, sondern insbesondere das o2 Family & Friends Angebot. Dieses ermöglicht Kunden, ihren Vertrag besonders günstig um o2 Partnerkarten zu erweitern. Durch den wachsenden Anteil von entsprechend umsatzschwachen Zweit- und Drittkarten ist der Durchschnittsumsatz pro Postpaid-Vertrag letztlich nicht über das Vorjahresniveau hinausgekommen.
Das Endgeräte-Geschäft wiederum folgte weitgehend dem Gesamtmarkt, auf dem derzeit eine gewisse Smartphone-Müdigkeit zu spüren ist. Längere Austauschzyklen und eine generelle Konsumzurückhaltung haben dafür gesorgt, dass der Smartphone-Umsatz von Telefónica Deutschland im Jahresvergleich um 4,6 Prozent auf 443 Mio. Euro gesunken ist.
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