Pünktlich zur Urlaubssaison: Gebühren für EU-Roaming sinken

SmartWeb News | , 11:05 Uhr |

Europäische Union

Auch im Urlaub wollen viele nicht auf die Nutzung ihres Handys oder Smartphones verzichten. Das kann mitunter sehr teuer werden, je nachdem, wohin die Reise geht. Innerhalb der EU wird das sogenannte Roaming allerdings seit einigen Jahren Schritt für Schritt günstiger. Dafür sorgt die neue EU Roaming-Verordnung, deren nächste Phase zur Preissenkung nun zum 1. Juli 2013 ansteht. Wer davon profitieren möchte, muss im Vorfeld einiges beachten.

Günstiger surfen und telefonieren: Die neuen EU-Preise ab 1. Juli 2013
Wer auf Reisen innerhalb der EU mobil telefonieren will, zahlt derzeit noch 34 ct/min für abgehende und 9 ct/min für eingehende Anrufe. Der Versand einer SMS kostet 10 Cent - der Empfang ist kostenlos-, für das mobile Surfen werden pro MB 83 Cent fällig. Die Preissenkung zum 1. Juli 2013 macht sich durchaus bemerkbar, abgehende Anrufe schlagen dann nämlich nur noch mit 28 ct/min, eingehende mit 8 ct/min zu Buche. Eine SMS lässt sich schon für 9 Cent verschicken und vor allem das Internetsurfen wird deutlich günstiger: Um ganze 30 Cent auf 53 Cent fällt der Preis pro MB.

Wer für sein Handy oder Smartphone die Prepaid SIM-Karte eines Mobilfunk Discounters nutzt, der profitiert automatisch von den neuen Roaming-Preisen, denn diese werden bei Einreise ins Urlaubsland direkt in den EU-Tarif eingebucht. Vertragskunden jedoch sollten sich im Vorfeld ausreichend informieren, denn die Regulierung bietet den Mobilfunkanbietern einen gewissen Spielraum.

Kostenfallen für Wenignutzer
Vor allem die Netzbetreiber Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus buchen ihre Vertragskunden bei Auslandsaufenthalten automatisch in spezielle Roaming Tarife ein, die zusätzlich zum EU-Tarif-Modell weiter bestehen dürfen. Diese umfassen zwar meist für Gespräche einen Minutenpreis, der unter 28 Cent liegt, allerdings wird hier jedes Mal eine Einwahlgebühr von rund 75 Cent erhoben, sodass vor allem kurze Telefonate sehr viel teurer ausfallen als beim EU-Tarif. Wer also wenig telefoniert, sollte im Vorfeld der Reise frühzeitig seinen Provider kontaktieren und ausdrücklich den EU-Tarif verlangen. Der Mobilfunkanbieter ist dazu verpflichtet, dem nachzukommen.

Für Vielsurfen ist zudem wissenswert: Bei der mobilen Internetnutzung im Ausland gilt eine weltweite Kostengrenze von 59,90 € pro Monat. Wird diese überschritten, kappt der Provider die Internetleitung und schaltet sie nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch wieder frei.

Pläne: Roaming-Gebühren sollen ab 2015 wegfallen
Nach dem Willen der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes sollen die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union voraussichtlich ab dem Jahr 2015 komplett entfallen. Dafür notwendig wäre ein neues EU-Gesetz, welches noch vor der nächsten Europawahl im Mai 2014 verabschiedet werden könnte.



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