Smartphone zum selber bauen: Designer stellt Phonebloks vor

SmartWeb News | , 14:15 Uhr |

Ein Smartphone, das genau den eigenen Anforderungen entspricht und sich zudem jederzeit beliebig auf- oder nachrüsten lässt. Mit dieser Idee macht derzeit der Designer Dave Hakkens von sich reden. Das Konzept seines Phonebloks ist so simpel wie genial. Einzelne Module werden je nach Bedarf zu einem Smartphone zusammengebaut, veraltete oder defekte Teile können einfach ausgetauscht werden. So müssen Nutzer nicht gleich ein neues Gerät kaufen.

Do-it-yourself Smartphone
Hakkens Konzept sieht als Grundbaustein für jedes Phonebloks eine gelochte Platine vor. Während auf der Rückseite die einzelnen Module aufgesteckt und verkabelt werden, wobei die Verbindung der Komponenten untereinander über Kontaktstifte erfolgt, wird auf der Vorderseite der Platine das Display angebracht. In der Auswahl der Module soll der Nutzer so frei wie möglich sein und sowohl Bestandteile unterschiedlicher Qualität und Leistung -  Akkus mit verschiedenen Laufzeiten, etc. - als auch beliebiger Funktionalität wählen können. Wer z.B. nie mit dem Smartphone fotografiert, kann auf ein Kamera-Modul verzichten.

Eine derart weitgehende Personalisierung ist derzeit mit keinem Smartphone auf dem Markt möglich, selbst das nur in den USA verfügbare MotoX von Motorola ist nur äußerlich nach Nutzerwünschen gestaltbar. Zusätzlicher Pluspunkt beim Phonebloks: Es ist besonders nachhaltig, da immer nur Teile des Gerätes entsorgt werden müssen, sollte ein Hardware-Upgrade erwünscht oder eine Komponente defekt sein.

 

Hersteller gesucht
Auch die Produktion des Phonebloks stellt sich Hakkens in gewisser Weise modular vor. So sollen seinen Plänen zufolge im Idealfall verschiedene Hersteller im Zuge einer gemeinsamen Entwicklungsplattform daran beteiligt sein. Das Phonebloks wäre somit markenübergreifend, was dem Nutzer zusätzliche Flexibilität bieten würde. Dieser soll zudem selbst entscheiden können, ob er die einzelnen Komponenten seines Modul-Smartphones selbst zusammenbaut oder es sich fertig liefern lässt. Weiterhin wäre für den Designer eine Art Abonnement vorstellbar, bei dem Nutzer regelmäßig neue und verbesserte Komponenten geliefert bekommen würden.

Bisher hat Hakkens noch auf eine Crowdfunding-Kampagne verzichtet. Um sein Projekt auf die gewünschte Weise realisieren zu können, erhofft es sich durch einen sogenannten Thunderclap die Aufmerksamkeit verschiedener Hersteller erregen zu können. Dabei werden, sollten sich genug Unterstützer finden, die Interesse an der Umsetzung haben, an einem Stichtag - in diesem Fall der 29. Oktober 2013 - über deren Facebook- und Twitter-Accounts Nachrichten bezüglich des Projektes verschickt. Bisher kann Hakkens auf den Rückhalt von rund 156.000 Facebook- und Twitterusern zählen.



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