Telefónica im Q1 2015: Umstrukturierung drückt o2 weiterhin ins Minus

SmartWeb News | , 12:49 Uhr |

Firmenzentrale Telefonica Deutschland

Die Integration von E-Plus ist für Telefónica Deutschland derzeit noch mit Verlusten verbunden - unterm Strich ergibt sich als Periodenergebnis für das Q1 2015 so ein Minus von 176 Mio. Euro. Derweil verläuft die Zusammenlegung allerdings nach Plan und das operative Geschäft zieht vor allem dank LTE und  Datendiensten weiter an.

Datendienste und Smartphoneverkäufe lassen Umsatz wachsen
Der Gesamtumsatz des Unternehmens lag im Q1 2015 mit 1,9 Mrd. Euro 2,5 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahresquartal. Dieses Plus ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen ist der Mobilfunk-Serviceumsatz von o2 weiter gestiegen (+ 1,5% auf 1,35 Mrd. Euro), zum anderen hat der Endgeräte-Umsatz kräftig zugelegt (+ 28,8% auf 282 Mio. Euro).

Zu dem Anstieg bei den Serviceumsätzen dürfte auch die Anpassung der o2 Blue Tarife im Februar 2015 ihren Teil beigetragen haben. Nicht nur hat o2 LTE für alle Tarifvarianten freigeschalten, darüber hinaus hat der Mobilfunkanbieter seine neue Datenautomatik eingeführt. Ist diese aktiviert, sorgt sie dafür, dass bei Erreichen der aktuellen Volumengrenze ohne weiteres Zutun des Nutzers zusätzliches Datenvolumen nachgebucht wird.

Dieses System scheint offenbar zu funktionieren: Laut o2 haben immerhin 15 Prozent der Nutzer mit Datenautomatik im Februar und März mindestens einen dieser zusätzlichen "Datensnacks" bezogen. Von diesen wiederum erhielten 55 Prozent zwei und 35 Prozent sogar drei Nachbuchungen.

Entwicklung o2 Mobilfunkverträge

Beim Endgeräte-Verkauf achtete o2 im Q1 2015 besonders auf die "Wertoptimierung" - und konzentrierte sich daher stark auf die Vermarktung von höherwertigen Smartphones. Bei ganzen 86 Prozent der im Q1 verkauften Smartphones handelte es sich so bereits um LTE-fähige Endgeräte und 76 Prozent der Geräte stammten laut o2 aus dem Segment der "high value devices". Gegenüber dem Vorjahresquartal ist die Verbreitung von LTE-fähigen Endgeräten innerhalb der o2 Postpaid-Kundenbasis so um weitere 5 Prozentpunkte auf inzwischen 76 Prozent angestiegen und die Gewinnspanne aus den Hardwareverkäufen wiederum hat um stolze 45 Prozent zugelegt. 

Neuaufstellung des Unternehmens schreitet zügig voran
Die Zahl der o2 Mobilfunkverträge hat zwischen Januar und Ende März mit einem effektiven Plus von 54.000 auf 42,18 Millionen Verträge nur leicht zugelegt. Während im Prepaid-Segment - laut o2 vor allem saisonal bedingt - 87.000 Verträge verlorengegangen sind, ist die Zahl der o2 Postpaid-Mobilfunkverträge im Q1 2015 um 141.000 auf 18,92 Millionen angestiegen.

Die Neukundengewinnung steht bei o2 aktuell jedoch ohnehin etwas weiter unten auf der Agenda. Derzeit legt der Provider seinen Fokus auf das Bestandskundengeschäft und hat daher auch seine Werbeausgaben sichtlich zurückgefahren. Kein Wunder, denn schließlich ist das Unternehmen nach der Übernahme von E-Plus voll mit seiner Neuaufstellung beschäftigt.

Hier sieht sich der Konzern allerdings voll im Plan: So ist beispielsweise im April das National Roaming zwischen o2 Handynetz und E-Plus Netz gestartet, darüber hinaus wurde Voice over LTE im gesamten LTE Netz freigeschaltet. Schließlich sind inzwischen auch die 301 Ladenlokale ausgewählt, die im zweiten Halbjahr 2015 von Drillisch übernommen werden sollen und auch beim angestrebten Personalabbau - bis Ende 2018 sollen 1.600 redundante Vollzeitstellen entfallen - sind die Verhandlungen laut o2 bereits weit vorangeschritten.



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