Partnerschaft bis 2025

1&1 verlängert Frequenz-Deal mit Telefónica

SmartWeb News | , 11:05 Uhr |

Bereits seit 2014 überlässt Telefónica Teile seiner Mobilfunk-Kapazitäten an 1&1 Drillisch. Dieser Vertrag wurde nun verlängert und 1&1 kann die Frequenzen von Telefónica weitere fünf Jahre lang nutzen. Damit erfüllt der o2-Mutterkonzern die Auflagen der EU-Kommission im Rahmen der Übernahme von E-Plus.

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Mobilfunk: Antennenstandort

Die Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland wurde seinerzeit nur unter bestimmten Auflagen genehmigt. Unter anderem verpflichtete die EU-Kommission den Netzbetreiber dazu, bis zu einem Drittel seiner Mobilfunk-Kapazitäten für einen neuen Mitbewerber bereitzustellen.

Der Zuschlag hierfür ging an den Anbieter 1&1 Drillisch, der so seit 2014 im Rahmen eines MBA/MVNO-Abkommens ("Mobile Bitstream Access"/"Mobile Virtual Network Operator") auch als virtueller Netzbetreiber im o2 Netz agiert. Zunächst war diese Kooperation bis 2020 befristet, allerdings bekam 1&1 zugleich die Option zugesprochen, den Deal um fünf weitere Jahre zu verlängern.

Diese Verlängerungs-Option hat 1&1 Drillisch jetzt eingelöst: Bis zum Ende der Frequenzlaufzeit im Jahr 2025 überlässt Telefónica 1&1 Drillisch damit nun weiterhin ein Frequenzpaket von 2 mal 10 MHz im kurzwelligen Frequenzbereich bei 2,6 Gigahertz.

Gerade vor dem Hintergrund der Versteigerung von 5G Lizenzen im März 2019 kommt dieser Schritt wenig überraschend. Schließlich konnte sich 1&1 Drillisch hier erstmals eigene Mobilfunk-Frequenzen sichern und steht jetzt vor der Aufgabe, ein eigenes, viertes Mobilfunknetz in Deutschland aufzubauen. Die Frequenzen, die 1&1 von Telefónica gegen ein Nutzungsentgelt erhält, können eine wichtige Ausgangsbasis für dieses Vorhaben darstellen.

Überlassung bedeuten keine Einschränkung

Durch die Verlängerung des Vertrages sichert sich Telefónica wiederum weiterhin relevante Erlöse aus der Partnerschaft mit 1&1 Drillisch. Kunden von Telefónica beziehungsweise einer der Tochtermarken wie o2 oder Blau merken von der Frequenzüberlassung nichts. Auch die Investitions- und Ausbaupläne sind von dem Abkommen nicht betroffen. Der Aus- und Aufbau eines leistungsstarken 4G und 5G-Netzes lasse sich laut Telefónica auch mit der bestehenden Frequenzausstattung umsetzen. Selbst nach der Überlassung verfügt das Unternehmen noch über eine Frequenzausstattung von über 300 MHz, um die insgesamt rund 45 Millionen Mobilfunkkunden mit einem leistungsstarken Netz zu versorgen.


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