Telekom Mobilfunk im Q1 2017: Postpaid-Flaute auf dem Heimatmarkt

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Die Zahl der Telekom Mobilfunkverträge ist auch im Q1 2017 deutlich gestiegen - wobei die Zuwächse diesmal in erster Linie aus der Prepaid-Sparte stammten. Beim Umsatz konnte die Telekom ihre Marktführerschaft weiter ausbauen.

Neukundenzahlen halten Überraschung bereit
Unterm Strich hat die Deutsche Telekom im Q1 2017 um weitere 265.000 auf inzwischen 42,1 Mobilfunk-Kundenverträge zugelegt. In absoluten Zahlen ist dieses Gesamtwachstum mit dem soliden Jahresauftakt 2016 vergleichbar.

Wie sich dieses Vertragswachstum zusammensetzt, ist dann aber doch eher ungewöhnlich - sowohl für die Telekom selbst als auch angesichts der allgemeinen Marktentwicklung. Statt aus dem Postpaid-Segment stammte der überwiegende Teil der Netto-Neuverträge nämlich aus der Prepaid-Sparte. So verzeichnete die Telekom für den Zeitraum zwischen Januar und Ende März 2017 ein Plus von 214.000 Prepaid-Kundenverträgen und lediglich 51.000 Postpaid-Verträgen. Wohlgemerkt: Über die letzten Jahre hinweg hatten die Postpaid-Zugewinne der Telekom fast durchgehend im sechsstelligen Bereich gelegen.

Im Jahresvergleich aber konnte die Telekom vor allem im Postpaid-Bereich hinzugewinnen. Gegenüber dem Q1 2016 ist die Zahl der Laufzeit-Verträge im Telekom-Netz so um 5,6 Prozent auf knapp 25,3 Millionen angewachsen, während das Prepaid-Segment nur ganz leicht um 0,8 Prozent auf 16,8 Millionen aktive Kundenverträge zugelegt hat.

Mobile Datennutzung gewinnt weiter an Fahrt
Einen besonders kräftigen Anstieg konnte die Deutsche Telekom erwartungsgemäß bei der Zahl der eigenen LTE Kunden ausweisen. Diese ist im Vergleich zum Q1 2016 um 31,5 Prozent auf 9,6 Millionen geklettert.

Die wachsende Verbreitung schneller mobiler Datenverbindungen hat sich zugleich deutlich auf das Nutzungsverhalten der Telekom-Kunden ausgewirkt: Der durchschnittliche Postpaid-Kunde der Telekom kommt demnach inzwischen auf einen monatlichen Datenverbrauch von 1,24 GB - ein Plus von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Diese Entwicklung dürfte sich in den nächsten Monaten wohl noch weiter beschleunigen. Denn der größte Motor für die Datennutzung sind längst die diversen Musik- und Video-Streamingdienste - und für diese hat die Telekom erst kürzlich eine entscheidende Neuerung an den Start gebracht. Mit der kostenlosen StreamOn-Option werden Streams von Partner-Angeboten nämlich nicht mehr auf das im jeweiligen Telekom-Tarif enthaltene Datenkontingent angerechnet (siehe Newsmeldung Telekom führt StreamOn Option ein). Das Angebot wird offenbar äußerst gut angenommen: Seit dem Start am 19. April 2017 ist die Option laut Telekom bereits von mehr als 100.000 Kunden aktiviert worden.

Mobilfunk-Umsatz trotz Regulierung nahezu stabil
Neue Regelungen zu den Roaming- und Terminierungsentgelten haben die Umsätze der deutschen Mobilfunker zuletzt spürbar belastet. Die Deutsche Telekom konnte ihren Mobilfunkumsatz allerdings trotz dieser Widrigkeiten beinahe stabil halten. Im Q1 2017 lag er bei 1,635 Mrd. Euro und damit lediglich 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit habe sich die Telekom ihren Schätzungen zufolge weitaus besser als der Gesamtmarkt geschlagen, dessen Umsatzvolumen im gleichen Zeitraum um etwa 1,2 Prozent zurückgegangen sei. Ohne die genannten Regulierungseffekte wiederum hätte die Telekom ihren Mobilfunkumsatz sogar um 1,4 Prozent steigern können.

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