Umbruch auf dem Mobilfunkmarkt: Telefónica übernimmt E-Plus

SmartWeb News vom

Geburt eines Riesen: Das niederländische Telekommunikationsunternehmen KPN wird seine deutsche Mobilfunk-Tochter E-Plus an Telefónica o2 Germany verkaufen. Aus der Fusion von o2, dem bisher kleinsten deutschen Mobilfunkanbieter, und E-Plus wird demnach der bundesweit größte Provider hervorgehen und somit die Telekom in puncto Kundenzahlen von der Marktspitze verdrängen. Bis dahin ist es jedoch noch ein sehr weiter Weg.

5 Milliarden Euro Cash für E1-Netz Betreiber E-Plus
Schon seit einiger Zeit hatte Telefónica o2 Germany die Übernahme von E-Plus ins Auge gefasst, um in Deutschland als Mobilfunkanbieter weiter Boden zu gewinnen. Nun scheinen alle Umstände geklärt und der Deal so gut wie perfekt. 5 Milliarden Euro in bar soll der niederländische Mutterkonzern KPN für den deutschen Zweig E-Plus erhalten, das geschätzte Neunfache des für 2013 erwarteten Gewinns des Mobilfunkanbieters.

Durch die Konsolidierung der beiden deutschen E-Netze wird sich in Zukunft der nationale Mobilfunkmarkt völlig neu präsentieren: Statt bisher vier Netzanbieter sind dann nur noch drei aktiv, zudem ändern sich die Marktpositionen. Gemessen an den Kundenzahlen wird sich das Konglomerat aus o2 und E-Plus mit mehr als 43 Millionen Verträgen an die Spitze setzen, die Telekom verdrängen und Vodafone auf den letzten Platz verweisen.

Beschwerlicher Weg trotz bzw. aufgrund großer Nachfrage
Insgesamt ziehen tatsächlich auch die scheinbaren Verlierer großen Nutzen aus der Fusion der beiden E-Netze, nimmt die Reduktion der Anbieterzahl doch auch erheblich Druck aus der aktuell starken Konkurrenzsituation und dem massiven Preiskampf. Zudem macht die hohe Kundenzahl allein die neue Einheit aus o2 und E-Plus nicht zum Gewinner in Fragen von Einnahmen und Umsatz. Was zählt, ist die Wertigkeit dieser Kunden, welche sowohl bei o2 als auch bei E-Plus deutlich unter der beider D-Netz Anbieter Telekom und Vodafone liegt.

Darüber hinaus ist die für 2014 geplante Übernahme erst der Anfang eines langwierigen Konsolidierungsprozesses. Sollten das Bundeskartellamt und weitere Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen sowie alle weiteren Bedingungen dafür erfüllt werden, müssen zwei völlig unterschiedliche und komplexe Konzernstrukturen miteinander verschmolzen werden. Zudem gilt es die beiden E-Netze der Provider zu einem einzigen zusammenzuschließen, vor allem um Kosten einzusparen, was für die Telefónica zwingend notwendig ist. Unternehmenschef Rene Schuster geht davon aus, dass eine vollständige Integration und die damit einhergehenden Einsparungen erst 2019 zu erreichen sind.



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