Aktuelle Geschäftszahlen

Vodafone Mobilfunk im Q1 2024: Das wichtige Stückchen Stabilität

SMARTWEB News | , 14:00 Uhr | Ingo Hassa

Im Vergleich zum gerade reichlich turbulenten Festnetzgeschäft, laufen die Dinge in der Mobilfunk-Sparte von Vodafone auf richtiggehend ruhigen Bahnen. Interessante Wachstumschancen gibt es genug - aber auch Herausforderungen.

Vodafone Geschäftsbericht - Analyse
Vodafone Mobilfunk im Q1 2024: Das wichtige Stückchen Stabilität 4.57 / 5 7 (7)

Vodafone Kennzahlen - Q1 2024

Kundenverträge

Breitband: 10,220 Mio. (-3,9% yoy)
davon Kabel Internet: ca. 7,8 Mio. (-3,1% yoy)
davon DSL: ca. 2,4 Mio. (-5,6% yoy)

Mobilfunk: 30,156 Mio. (-3,2% yoy)
davon Postpaid: 19,336 Mio. (+1,3% yoy)
davon Prepaid: 10,820 Mio. (-10,3% yoy)

Kabel-TV: 11,758 Mio. (-7,9% yoy)

Segmentumsatz

Festnetz (Service): 1,582 Mrd. € (-0,3% yoy)

Mobilfunk (Service): 1,257 Mrd. € (+1,8% yoy)

Mobilfunk bleibt vorerst auf Kurs

Riesige Umwälzungen auf dem TV-Markt, dicker Ärger mit der Verbraucherzentrale: Während es im Festnetz-Geschäft dieses Jahr besonders hoch hergeht, steuert der Vodafone Mobilfunk derzeit in erheblich ruhigerem Fahrwasser.

Das zeigt sich zum Beispiel am Mobilfunk-Serviceumsatz, der im abgeschlossenen Vodafone Geschäftsjahr 2024 weitgehend stabil geblieben ist - trotz zwischenzeitlicher Ausreißer nach unten (siehe auch Vodafone Mobilfunk im Q4 2023: National Roaming soll es richten). Im ersten Kalenderquartal 2024 hat sich das Wachstum sogar auf 1,8 Prozent beschleunigt.

Bei den Vodafone Mobilfunk Kundenzahlen haben sich die wesentlichen aktuellen Trends im Q1 2024 fortgesetzt. Während die Zahl der Prepaid-Kundenverträge weiterhin stark rückläufig ist, kann Vodafone bei den wichtigen Postpaid-Laufzeitverträgen weiter moderate, aber stetige Zugewinne verzeichnen.

Vodafone Mobilfunk Q1 2024

  • Mobilfunkkunden (gesamt)
    30,156 Mio. (-239.000)
  • Postpaid-Kundenverträge
    19,336 Mio. (+51.000)
  • Prepaid-Kundenverträge
    10,820 Mio. (-290.000)

Qualitatives Wachstum im Fokus

Der Konkurrenzdruck ist zum Jahresbeginn allerdings spürbar angestiegen. Vor allem das günstigere Preissegment war demnach verstärkt durch aggressive Aktionsangebote geprägt. Das hatte offenbar auch einen Effekt auf die Neukundenzahlen bei Vodafone. Gestützt wurden die Geschäfte hingegen durch das immer stärkere Abschneiden der eigenen Kernmarken sowie den Fokus auf die neuen Vodafone Familientarife - überhaupt will Vodafone künftig noch mehr auf Klasse statt Masse setzen.

Zudem sollen konvergente Produkte eine wachsende Rolle spielen. Verglichen mit dem großen Konkurrenten Deutsche Telekom hängt Vodafone mit seinen Bestrebungen in diesem Bereich noch deutlich hinterher - macht aber Fortschritte. Im Q1 2024 ist die Zahl der Vodafone Kombiverträge aus Festnetz- und Mobilfunk-Dienstleistungen um 99.000 auf mittlerweile 2,4 Millionen angestiegen.

National Roaming wird Zusatz-Einnahmen bringen

Für die absehbare Zukunft darf Vodafone schon einmal mit einem deutlichen Umsatzschub rechnen. Voraussichtlich ab Herbst wird nämlich die neue National Roaming Partnerschaft mit 1&1 greifen. Vodafone wird dann nach und nach Millionen 1&1 Mobilfunkkunden überall dort mitversorgen, wo der frischgebackene vierte Netzbetreiber noch keine Mobilfunk-Verbindung bereitstellen kann. Anbetracht dessen, dass 1&1 noch immer nur über einige wenige aktive Standorte verfügt, dürfte die Vereinbarung eine ergiebige (und langfristige) Einnahmequelle bedeuten.

Was sind nun aber die eingangs erwähnten Herausforderungen, denen sich Vodafone in der Festnetz-Sparte gegenübersieht? Mehr dazu hier: Vodafone im Q1 2024 - Nebenkostenprivileg endet, Kabel-Exodus beginnt

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