Rückblick

Vodafone Mobilfunk im Q1 2026: Deutliches Kundenminus zu Jahresbeginn

SMARTWEB News | , 22:10 Uhr | Ingo Hassa

Vodafone versucht, den deutschen Mobilfunkmarkt in rationalere Bahnen zu lenken - und muss dafür zunächst einstecken. Die Übernahme des National Roaming für 1&1 verschafft dem Netzbetreiber aktuell Luft, aber wie lange eigentlich?

Vodafone: Geschäftszahlen Q1 2026
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Vodafone Kennzahlen - Q1 2026

Kundenverträge

Breitband: 9,916 Mio. (-2,0% yoy)

Mobilfunk: 28,833 Mio. (-1,5% yoy)
davon Postpaid: 19,258 Mio. (-0,5% yoy)
davon Prepaid:  9,507 Mio. (-4,1% yoy)

Kabel-TV:  8,733 Mio. (-0,2% yoy)

Segmentumsatz

Festnetz (Service): 1,449 Mrd. € (+1,5% yoy)
Mobilfunk (Service): 1,274 Mrd. € (+2,6% yoy)

Vodafone nimmt Kundenverlust in Kauf

Zum Start in das Kalenderjahr 2026 hat die Zahl der Vodafone Mobilfunkkunden kräftig nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahresquartal steht hier ein Minus von 1,5 Prozent in den Büchern. Entscheidend ist aber vor allem der Blick auf die umsatzstarken Laufzeitverträge - und auch hier ging es insbesondere im Q1 2026 abwärts. Zwischen Januar und Ende März hat Vodafone unterm Strich 77.000 Postpaid-Kundenverträge eingebüßt. Trotz einer zwischenzeitlichen Stabilisierung hat sich der Postpaid-Kundenstamm innerhalb von 12 Monaten so um insgesamt 103.000 Verträge verkleinert.

Als Grund für diese Entwicklung nennt Vodafone insbesondere den starken Preisdruck, der immer noch auf dem deutschen Markt herrscht. Anstatt sich in Preisschlachten zu stürzen, hat Vodafone seine Mobilfunkpreise zuletzt sogar erhöht - und damit entsprechend Zugkraft eingebüßt.

Vodafone Mobilfunk Kundenentwicklung im Q1 2026

  • Mobilfunkkunden (gesamt)
    28,833 Mio. (-242.000)
  • Postpaid-Kundenverträge
    19,258 Mio. (-77.000)
  • Prepaid-Kundenverträge
    9,507 Mio. (-165.000)

Wie lange wirkt der Roaming-Boost?

Die konservative Preisgestaltung stützt dafür die Umsatzentwicklung. Beim Mobilfunk-Serviceumsatz konnte Vodafone im Q1 2026 ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verzeichnen. Allerdings macht sich hier dann doch vor allem die Übernahme des National Roamings für 1&1 bemerkbar. Auf Dauer wird sich dieser Effekt jedoch zwangsläufig abschwächen - denn je mehr 1&1 beim Ausbau des eigenen Handynetzes vorankommt, um so weniger Geld wird auch in die Anmietung von Vodafone-Leistungen fließen.

Ingo Hassa - Redakteur

Ingo Hassa
SMARTWEB-Redakteur seit 2008

i.hassa@smartweb.de

SMARTWEB Redakteur Ingo Hassa ist Experte für Handynetze und 5G/LTE Mobilfunk. Welcher Mobilfunkanbieter kann mit welcher Netztechnik besonders überzeugen? Wer hat bei der Netzverfügbarkeit die Nase vorn? In Artikeln und Newsmeldungen nimmt er seit 2008 ebenfalls aktuelle Marktzahlen in den Blick. Ferner sind Bilder & Unboxing-Videos weitere Tätigkeitsbereiche seiner täglichen redaktionellen Arbeit.

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