Nokia Lumia 920 Test: Bedienung

Design, Menüführung, Display des Lumia 920 unter der Lupe

SmartWeb Test vom 20.11.12, Thomas Ziegenhorn

Das Nokia Lumia 920 ist als erstes Nokia Smartphone mit dem neuen Windows 8 Betriebssystem ausgestattet. Die neueste Version bringt im Vergleich zum Vorgänger einige Verbesserungen und unterstützt nun auch mehr-kernige Geräte mit hoher Display-Auflösung. Auf dem Nokia Lumia 920 wirkt das System schon sehr rund. Vor allem das Tempo und die flüssige Bedienung überzeugen. Eine große Erleichterung ist auch das neue Update-System. Neuerungen gibt es mit der aktuellen Version drahtlos als Over-the-Air, ein Update über den Computer mittels der Software Zune ist nicht mehr notwendig.

Auch optisch macht das Nokia Lumia 920 einiges her. Zwar ist es mit einem Gewicht von 180g eines der schwersten Smartphone auf dem Markt, dafür wirkt es jedoch sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand. Das Display ist hell, scharf und farbenprächtig. Zudem ist Nokias Top-Gerät in vielen ansprechenden Farbvarianten erhältlich.


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Bedienung

  • sehr flüssige Bedienung
  • großes, scharfes, reaktionsfreudiges 4,5 Zoll Display
  • robustes, schickes Gehäuse
  • viele Farbvarianten
  • kleinere App-Auswahl bei Windows im Vergleich zu Apple und Android
  • Display mitunter etwas dunkel

Windows-Kacheln in scharfer Optik

Wer die Bedienoberfläche von Apple oder Android-Smartphones gewohnt ist, wird die Windows 8-Oberfläche des Lumia 920 zunächst als ungewohnt empfinden. Auf dem Startbildschirm fehlen App-Symbole, stattdessen sind dort rechteckige Live-Kacheln platziert. Einerseits dienen sie ebenfalls als direkte Links zu den dahinter verborgenen Anwendungen, andererseits können sie aber noch einiges mehr.

Ähnlich wie bei Widgets, werden auf der Oberfläche der Kacheln zum Beispiel Nachrichten, E-Mail-Eingänge oder das Wetter gezeigt. Die Anzahl oder auch das Erscheinungsbild der Kacheln lässt sich verändern. Der User kann die Oberfläche farblich anpassen und jede App mittels Live-Kachel auf dem Startbildschirm platzieren. Standardmäßig sind der E-Mail-Zugang, Nachrichten, Kalender, Telefonbuch und die Musik- und Fotobibliotheken per App verlinkt. Auch der Zugang zum Windows Store zum Herunterladen von Apps und der Internetbrowser fehlen nicht. In die Liste der gesamten Apps und Anwendungen gelangt der User leicht durch ein einfaches Wischen nach links. Zwischen den beiden Hauptebenen Startbildschirm und App-Liste lässt sich stets sehr zügig wechseln.

Nokia Lumia 920
Rote Kacheln, edle Optik: das Nokia Lumia 920

Strahlendes, reaktionsfreudiges 4,5 Zoll Display

Hat man sich erst einmal an Windows 8 gewöhnt, macht der Umgang mit dem Nokia Lumia 920 wirklich Spaß. Das liegt nicht zuletzt an der sehr guten Verarbeitung, dem scharfen, hellen Display und der leistungsfähigen Hardware im Inneren des Geräts. Unter der Haube stecken ein Dual-Core Prozessor mit einer Taktrate von 1500 MHz und 1000 MB Arbeitsspeicher. Im Zusammenspiel sorgen beide für eine sehr flüssige Bedienung des Geräts und schnelle Reaktionszeiten; das Hin- und Herwechseln zwischen den Bedienoberflächen und das Öffnen von Apps läuft äußerst flott.

Auch das Display hinterließ im Test einen sehr guten Eindruck. Es ist 4,5 Zoll groß, besitzt also eine Bilddiagonale von 11,4 cm, und liefert ein sehr scharfes, helles Bild mit einer Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln. Kontrast und Helligkeit stimmen. Ein großes Plus ist außerdem die besonders sensible Touchscreen-Technologie: Dadurch reagiert die Oberfläche ohne jede Verzögerung. Das funktioniert so gut, dass sich das Lumia 920 sogar mit Handschuhen bedienen lässt.

Nokia Lumia 920 Homescreen
Windows Phone Homescreen und App-Übersicht

Sehr gute Verarbeitung, viele Farbvarianten

Das Lumia 920 ist mit 180g deutlich schwerer als viele andere Smartphones, liegt dafür aber sehr gut in der Hand. Oben und unten sind die Ränder kantig gestaltet, die Ränder rechts und links sind abgerundet und schmiegen sich äußerst gut in die Handfläche. Das gesamte Gehäuse ist aus einem Stück gefertigt und besteht aus Polycarbonat. Die seitlichen Knöpfe bestehen aus Zirkonoxid-Keramik. Sie sollen besonders robust sein und sind perfekt in das Gerät eingepasst. Selbst das Display fügt sich sehr gut in das Gehäuse, es gibt keine störenden Kanten. Optisch und haptisch wirkt das Lumia 920 hochwertig und bekommt nur durch das insgesamt hohe Gewicht einige wenige Punkte Abzug.

Gerade wer es vor allem knallig bunt mag, kommt bei der Farbauswahl voll auf seine Kosten. Das 920 ist in den Farben Gelb, Rot, Grau, Weiß und Schwarz erhältlich. Wir konnten in der Redaktion leider nur die Variante Schwarz unter die Lupe nehmen, aber selbst diese hat uns sehr gut gefallen.

Nachteile: Windows 8

An Design und Bedienung des Geräts gibt es wenig zu meckern. Die wirklichen Nachteile des Nokia Lumia 920 basieren auf dem Betriebssystem Windows Phone 8. Hauptkritikpunkt bleibt die deutlich geringere Anzahl an Apps im Vergleich mit Android oder iOS (mehr dazu auf Seite 2 unseres Tests). Außerdem stehen weniger Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung als bei Android, das Betriebssystem lässt sich also weniger individualisieren. Die App-Liste kann zum Beispiel nicht sortiert oder in Unterordnern gruppiert werden. Besonders wenn viele Anwendungen auf dem Handy installiert sind, wird das schnell unübersichtlich.

Nokia Lumia 920 Abmessungen
Die Abmessungen des Nokia Lumia 920

Bereich und Gewichtung Kriterien Testurteil weitere Infos

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

84/100

Bedienung

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

80/100

Ausstattung

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

86/100

Kamera

Gesamtwertung

alle

83/100

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