Otelo Erfahrungen

Die Vodafone-Zweitmarke im Praxis-Test

Die ausgezeichnete Netzqualität von Vodafone zum wesentlich kleineren Preis - das verspricht das Tarifangebot des Vodafone-Ablegers Otelo. Aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Wir sind ins kalte Waser gesprungen und berichten von unseren Erfahrungen mit Otelo.

von Ingo Hassa
Aktualisiert 30.06.2022
Otelo Erfahrungen - Der Allnet-Flat Vertrag im Test
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Otelo im Praxistest

Vor- und Nachteile: Otelo Allnet-Flat Go

  • Vorteile
    • solide Tarifauswahl
    • sehr gute Sprachqualität
    • sehr gute Netzabdeckung
    • unkomplizierte Bestellung & schnelle Lieferung
    • umfangreiche Service-App
  • Nachteile
    • höhere LTE Geschwindigkeiten nur gegen Aufpreis
    • kein Zugang zum 5G Netz


Direkt zu Otelo

Experten-Meinung zu Otelo

"Auf 5G und die absoluten Spitzenspeeds müssen wir mit Otelo zwar verzichten, profitieren ansonsten aber voll von der hervorragenden Vodafone Netzqualität - und das zu einem attraktiven Preis. Die schnelle Bereitstellung und die umfassenden Serviceangebote runden den guten Eindruck ab."

Die Tarifauswahl bei Otelo

Die Otelo Allnet-Flat Vertragstarife unterscheiden sich im Wesentlichen durch das monatlich enthaltene Datenvolumen. Als Grundausstattung gibt es stets eine Sprachflat für kostenlose Telefonate in alle deutschen Netze, dazu kommt die Internet-Flatrate.

Laut dem offiziellen Produktinformationsblatt bieten die Otelo Tarife eigentlich eine Internet-Geschwindigkeit von maximal 21,6 Mbit/s, inzwischen schaltet der Anbieter aber bei allen Vertragstarifen kostenlos die LTE 50 Option für bis zu 50 Mbit/s frei. Wer will, kann direkt die LTE 100 Option (+ 5 €/Monat) zubuchen, durch die sich der Maximal-Speed nochmals verdoppelt. Das lässt sich jedoch auch jederzeit nachträglich erledigen, wir bleiben zunächst bei der Standard-Variante.

Darüber hinaus ist in den Allnet-Flats auch eine SMS Flatrate eingeschlossen. In Zeiten von modernen Messenger-Diensten sicherlich kein unerlässliches Feature mehr, trotzdem ein willkommenes Stück an zusätzlicher Kostensicherheit.

Unsere Wahl fällt letztlich auf die Otelo Allnet-Flat Go für 14,99 €/Monat. Diese fällt etwas "kleiner" aus als unsere Empfehlung Otelo Allnet-Flat Classic, mit der monatlich 15 GB zur Verfügung stehen. Doch auch die 7 GB sollten uns im Rahmen unseres Tests gut durch den Monat bringen.

Als Einmalzahlung würde eigentlich eine Anschlussgebühr von 39,99 Euro anfallen, an dieser Stelle gibt es jedoch nochmals 30 Euro Rabatt, wodurch uns lediglich 9,99 Euro an Startkosten entstehen.

Nutzer unter 28 Jahren können auch auf die Otelo Young Tarife zurückgreifen. Diese entsprechen den normalen Otelo Vertragstarifen, nur gibt es hier kostenlos mehr Datenvolumen sowie ein Gratis-Upgrade auf LTE 100. Für uns aber ausgeschlossen - die gesetzte Altersgrenze haben wir leider schon vor einer ganzen Weile überschritten. Seufz.

Bestellung der Otelo Allnet-Flat

Die Bestellung über die Otelo Webseite läuft denkbar einfach ab. Auf der Tarifübersicht wählen wir die Allnet-Flat Go aus und gelangen mit einem Klick direkt in den Warenkorb, in dem nochmals alle Kosten aufgeschlüsselt werden.

Im nächsten Schritt geben wir unsere persönlichen Daten ein. Hier sind zum einen unsere Adressdaten gefordert, darüber hinaus müssen wir unsere Ausweisnummer (Personalausweis oder Reisepass) angeben. Die ist besonderes wichtig, wenn ein Smartphone hinzubestellt oder der Otelo Young Vorteil genutzt werden soll. In beiden Fällen müssen bei der Lieferung die Ausweisdaten vom Zusteller abgeglichen werden. Klingt zunächst vielleicht umständlich, dafür ist der Altersnachweis damit auch direkt erledigt.

Darüber hinaus vergeben wir an dieser Stelle übrigens auch gleich unser neues Otelo Passwort. Mit dem können wir unser später dann im Kundenbereich bzw. der Otelo App einwählen.

Zuletzt geben wir noch unsere Zahlungsdaten an. Danach haben wir noch einmal die Möglichkeit, unsere Bestellung genau zu prüfen und schließlich mit einem letzten Klick offiziell abzuschicken.

Schnelles Feedback und zügige Lieferung

Kurz nach der Buchung erreicht uns auch schon die erste E-Mail von Otelo, über die wir unsere Mail-Adresse bestätigen sollen. Kaum erledigt, landet auch schon eine Willkommens-Nachricht in unserem Postfach, die zudem Unterlagen wie die Vertragszusammenfassung, AGB und eine Widerrufsbelehrung enthält.

Schon am nächsten Tag bekommen wir eine Mail, diesmal von Vodafone - tatsächlich scheint hier zum ersten und einzigen Mal so klar durch, dass der Otelo-Mutterkonzern im Hintergrund mit beteiligt ist. Gute Nachricht: Unsere Bestellung ist bereits auf dem Weg zu uns, die Paketnummer ermöglicht uns die Sendungsverfolgung.

In der Zwischenzeit können wir uns auch schon einmal die Mein Otelo App auf unser Smartphone laden. Die gibt es kostenlos im Google Play Store bzw. im Apple App Store. Die Einwahl klappt allerdings noch nicht. Zwar haben wir unser Passwort schon bei der Bestellung eingestellt, für den Login bei Otelo benötigen wir aber noch unsere neue Rufnummer, die gerade zu uns unterwegs ist. Ja, wir sind ein wenig ungeduldig.

Lange ausharren müssen wir im Anschluss nicht mehr, denn tatsächlich trifft die Otelo Sendung bereits an Tag Drei bei uns ein. Da wir uns weder für den Young-Vorteil ausweisen müssen, noch ein Smartphone mitbestellt haben, mussten wir die Lieferung nicht persönlich entgegennehmen, stattdessen wartet der kompakte Versandumschlag mit allen Unterlagen nach Feierabend im Briefkasten auf uns. Auch hier ist unsere Otelo Erfahrung wieder: Schneller und unkomplizierter geht es eigentlich kaum.

Endlich startklar: Einrichtung in wenigen Schritten

In der Otelo Lieferung finden sich zum einen der Lieferschein und die offizielle Auftragsbestätigung. Für die weitere Einrichtung unseres Otelo Vertrags benötigen wir aber vor allem das kurze Anschreiben. Auf diesem klebt nämlich der Plastik-Träger mit der Otelo SIM-Karte, außerdem erfahren wir hier unsere künftige Rufnummer. Nächster Schritt: Auf dem Kartenträger rubbeln wir die zur SIM-Karte gehörigen PIN und PUK Nummern frei.

Die SIM-Karte brechen wir in dem für unser Smartphone benötigten Format aus dem Träger heraus. Bei unserem iPhone ist dies die heute gebräuchliche Nano-Variante. Alternativ kann die Karte als größere Standard-SIM oder Micro-SIM herausgelöst werden. Die fertig vorbereitete SIM-Karte wandert nun direkt ins Handy. Nach dem Einschalten des Geräts müssen wir dann nur noch die PIN-Abfrage bestätigen - unser Otelo Tarif ist ab sofort einsatzbereit.

Otelo Empfang: Spitzen-Netz mit Abstrichen

Kurz und bündig abgehakt: Das Drumherum stimmt bei Otelo. Aber wie schlägt sich Otelo nun tatsächlich in der Praxis? Wie eingangs schon erwähnt, gibt es eigentlich kein eigenes Otelo Netz. Stattdessen nutzt Otelo das hervorragend ausgebaute Vodafone LTE Netz - allerdings auch nur das LTE Netz. Der Zugang zum neuen 5G Mobilfunk bleibt uns als Otelo Nutzer also komplett verwehrt.

Darüber hinaus ist unsere LTE Geschwindigkeit bei Otelo gedeckelt. Je nach freigeschalteter LTE Option stehen so maximal 21,6 Mbit/s, 50 Mbit/s oder 100 Mbit/s bereit. Bei den "echten" Vodafone Vertragstarifen gibt es diese Beschränkungen nicht, hier sind sogar bis zu 500 Mbit/s drin.

Gleichzeitig profitieren wir aber von der sehr guten Sprachqualität und vor allem von der hohen Netzabdeckung im Vodafone 4G Netz. Das heißt auch, das uns vielerorts tatsächlich die von uns gebuchte Spitzengeschwindigkeit zur Verfügung steht oder unsere Verbindung zumindest nahe heranreicht. Trotz Deckelung sind wir dann auch mit unserem LTE 50 Zugang für so ziemlich jede Anwendung gewappnet.

Keyfacts zum Vodafone Netz bei Otelo

Otelo Verfügbarkeit

SmartWeb Netztest:
Gesamtnote GUT (1,6)

Surf-Geschwindigkeit:
max. 50 Mbit/s im Download
max. 25 Mbit/s im Upload

Mit LTE 100 für 5,- € pro Monat:
max. 100 Mbit/s im Download
max. 50 Mbit/s im Upload

Nach Datenverbrauch:
max. 64 kbit/s im Download
und im Upload

LTE-Verfügbarkeit:
98,6% der deutschen Haushalte

Zu Otelo

Laut Vodafone deckt das eigene LTE Netz inzwischen mehr als 98% der Bevölkerung ab. Guten Empfang gibt es damit in aller Regel nicht nur in städtischen Zentren, sondern auch in ländlicheren Gebieten.

Garantien für den besten Empfang vor Ort gibt es aber natürlich immer noch nicht. Welcher Netzbetreiber genau die Nase vorn hat, kann sich von Region zu Region durchaus unterscheiden. Was unsere Stichproben angeht: Vor dem Start unseres Otelo Erfahrungsberichts waren wir mit einem o2 Free Tarif unterwegs und empfinden den Netzwechsel im Alltag durchaus als leichtes Upgrade.

Auf längeren Bahnreisen bestätigt sich dieser Eindruck. Zwar erkennen wir altbekannte "Problemzonen" auf den Strecken direkt wieder, allerdings sinkt hier lediglich unsere Datenrate zwischenzeitlich einmal stark ab. Im Konkurrenz-Netz hingegen hatten wir stellenweise auch mit kompletten LTE Funklöchern zu kämpfen, in denen zeitweise nur der alte Edge-Standard zur Verfügung stand.

Mein Otelo App: Gut gemachte Servicezentrale

Unser ständiger Begleiter ist die Mein Otelo App, die wir uns schon direkt nach der Bestellung auf unser Smartphone gezogen haben. Mit dieser haben wir alle Funktionen des Otelo Kundenbereichs jederzeit verfügbar.

Als "Nutzername" dient unsere Otelo Telefonnummer, welche die App für die Einwahl dankenswerterweise direkt selbst ausliest. Ansonsten benötigen wir für den Login noch das Passwort, dass wir bei der Buchung des Tarifs vergeben haben. Als gewissenhafte Tester hatten wir dieses auch noch sofort parat. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, sich einfach einen Zugangs-Code per SMS auf das Handy schicken zu lassen.

Bei der Ersteinwahl müssen wir dann zunächst noch die Datenschutz-Einstellungen absegnen. Hier werden wir übrigens positiv überrascht: Tatsächlich sind vom Start weg nur diejenigen Cookies aktiviert, die für die grundlegenden Funktionen der App notwendig sind. Cookies für die Nutzungs-Analyse, für Marketing-Zwecke und soziale Netzwerke müssen hingegen händisch zugeschaltet werden. Ein kleiner Punkt, der nichtsdestotrotz die Seriösität des Angebots unterstreicht.

Der Startbildschirm der App wird von der Verbrauchanzeige dominiert. Hier sehen wir auf einen Blick, wieviel Datenvolumen uns noch zur Verfügung steht und welche Verbrauchskosten diesen Monat bereits angelaufen sind.

Darüber hinaus erreichen wir über die Otelo App sämtliche Informationen zu unserem Vertrag. So können wir unter anderem alle Tarifdetails einsehen, Rechnungen abrufen und unsere Vertragsdaten bearbeiten. Darüber hinaus können wir über die App direkt zusätzliche Tarif-Extras buchen, wie beispielsweise zusätzliches Datenvolumen oder Auslands-Flatrates. Auch ein kompletter Tarifwechsel ist auf Wunsch mit wenigen Tippern möglich.

Natürlich lässt sich auch die Kunden-Hotline aus der App heraus erreichen. Bevor wir uns persönlich an die Service-Mitarbeiter wenden, lohnt sich aber ein Blick in den FAQ-Bereich, in dem zahlreiche Infotexte zu häufig gestellten Fragen hinterlegt sind. Dieser ist tatsächlich sehr umfangreich und unserem Eindruck nach auch wirklich auf dem aktuellen Stand - leider keine Selbstverständlichkeit bei solcherlei Info-Sammlungen. Von der Rufnummernmitnahme bis zum Widerruf werden hier so ziemlich alle Themen rund um den Otelo Vertrag kompakt und klar gegliedert abgehandelt.


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Weiterlesen: Otelo Mobilfunk im Test


Tariftipp

Otelo Allnet Flat Classic

Otelo hat seine Allnet-Flat mit reichlich Volumen aufgestockt. Wer aktuell als Neukunde bestellt, erhält ein Datenkontingent von 15 GB statt 5 GB Datenvolumen. Der Preis liegt bei 17,49 € pro Monat. Gesurft und telefoniert wird im Vodafone LTE-Mobilfunknetz.

Otelo Deals

Internet

Internet Flat
4G|LTE mit bis zu 50 Mbit/s
15 GB Volumen

Telefon

Flat ins dt. Festnetz
Flat in alle Handynetze

Aktion im Juli:

  • 17,49 € statt 19,99 € pro Monat
  • 15 GB statt 5 GB LTE
  • 10 € Bonus bei Rufnummernmitnahme
  • Versandkosten entfallen

17,49 € mtl.
LTE 100 für 5,- € mtl.

Tipp