Samsung Galaxy J3 Test

Solider Einsteiger im Test

SmartWeb Test vom , 0 73 / 100
Samsung Galaxy J3

Mit dem Galaxy J3 Duos bringt Samsung eine überholte 2016er Version seines Einsteiger-Smartphones J3 auf den Markt, die durch so manche Besonderheiten auf sich aufmerksam macht. Dazu gehören die Dual-SIM-Funktion plus microSD-Slot sowie der austauschbare Akku. Was das Handy sonst noch zu bieten hat, wird sich im folgenden Test zeigen.

Schon beim ersten Blick auf das Galaxy J3 (2016) Duos erinnert man sich an die älteren Modelle der Galaxy S-Reihe zurück. Mit einem schlichten Design, passabler Hardware, einem austauschbaren Akku und der Dual-SIM-Funktion möchte der Smartphone-Gigant zeigen, dass auch Einsteiger-Handys zum kleinen Preis nicht zu unterschätzen sind.


Samsung Galaxy J3
"befriedigend"
73/100
Stand: 20.01.17

Einschätzung

  • Dual-SIM-Funktion
  • Micro-SD-Slot zur Speichererweiterung
  • austauschbarer Akku
  • Kunststoffgehäuse wirkt unstabil
  • mickrige 8 GB Speicherplatz
  • abgespeckte Ausstattung, kaum Extra-Features

Obwohl hier und da ein paar Mankos vorhanden sind, beweist sich das Galaxy J3 (2016) Duos im Test als ein gelungenes Einsteiger-Gerät.


SmartWeb Test-Fazit

Ein schlichtes Design, komfortable Haptik sowie ein Dual-SIM- und microSD-Slot - diese Komponenten zeichnen das Samsung Galaxy J3 (2016) aus. Für Einsteiger ist das Gerät auf jeden Fall eine Überlegung wert, intensive Smartphone-Nutzer sollten allerdings aufgrund der niedrig angelegten Arbeits- und Flashspeicher nach leistungsstärkeren Handys Ausschau halten.

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Bedienung, Menüführung, Funktionen

Designtechnisch ähnelt das Galaxy J3 stark seinen Vorgängern und auch von der Größe her bewegt es sich immer noch in ähnlichen Sphären. Mit einem 5-Zoll-Display und einem Gewicht von nur 138 g liegt das Handy gut in der Hand, die abgerundeten Kanten sorgen für Extra-Komfort. Nur das rückseitige Kunststoffgehäuse trübt die Begeisterung ein wenig - es macht leider keinen stabilen Eindruck. Die Vorderseite sieht hingegen schon besser aus. Der schmale Displayrahmen fällt kaum auf. Wer nicht hinter dem Phablet-Trend steht, sollte mit den kompakten Maßen von 142,3 x 71 x 7,9 mm des Galaxy J3 gut bedient sein.

Beim Display setzt Samsung auf Super-AMOLED mit HD-Auflösung. Obwohl die bessere Full-HD-Qualität wünschenswert wäre, kann man sich angesichts des günstigen Preises über die Displayqualität kaum beschweren. Wie man es vom südkoreanischen Hersteller gewohnt ist, besticht die Displayanzeige mit bunten Farben, einer angenehmen Helligkeit und einer guten Auflösung. Vor allem Einsteiger, die keine zu hohen Ansprüche haben, sollten mit dem 1.280 x 720 Pixel-Display zufrieden sein.

Abzug gibt es für das Betriebssystem des Galaxy J3, denn hierbei kommt Android 5.1 Lollipop zum Einsatz. Schon seit geraumer Zeit handelt es sich dabei nicht mehr um eine aktuelle Version. Ob ein Update zu erwarten ist, bleibt allerdings ungewiss

Das Smartphone ist durch die Benutzeroberfläche Samsung Touchwiz 4.0 leicht und intuitiv zu bedienen - vor allem für erfahrene Samsung-Fans ist das nichts Neues. Der Home-Button befindet sich ebenfalls wie gewohnt in der unteren Mitte des Geräts, rechts davon liegt die Zurück-Taste und links vom Home-Button lassen sich alle derzeit geöffneten Tabs einsehen.

Der praktische Fingerabdrucksensor ist leider nicht mit dabei, eine Schnelllade-Funktion sucht man auch vergeblich. Vorhanden sind aber der Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor und der digitale Kompass.

Alles rund um die Technik

Angetrieben wird das Smartphone von dem Quad-Core-Prozessor Spreadtrum SC9830A mit einer Geschwindigkeit von 1,5 GHz. Unterstützt wird dieser von vergleichsweise geringen 1,5 GB RAM. Für alltägliche Funktionen, wie dem Surfen im Internet und der Nutzung vorhandener Apps unter niedriger Belastung, kann man aber mit der zur Verfügung gestellten Ausstattung problemlos auskommen. Intensive Gamer und  App-Begeisterte kommen dagegen mit dem Galaxy J3 eher weniger auf Ihre Kosten - auf rechenintensive Apps und längere Spielzeit reagiert das Handy mit einem regelmäßigen Stocken und Verzögerungen.

Ähnlich unvorteilhaft sieht es auch mit dem internen Speicher aus, denn dieser beträgt insgesamt 8 GB - davon sind allerdings nur 4,3 GB frei verfügbar. Da wird man voraussichtlich schnell an seine Grenzen stoßen, weshalb eine Speicherweiterung mittels microSD-Karte wohl früher oder später unausweichlich ist.

Die Besonderheit des Galaxy J3 (2016) Duos verrät allein schon der Name. Die eingearbeiteten Dual-SIM-Slots ermöglichen die Nutzung zweier SIM-Karten gleichzeitig, zusätzlich dazu ist noch ein weiterer Slot für die microSD-Karte mit einer Erweiterungsmöglichkeit von bis zu 128 GB vorhanden. So finden insgesamt drei Karten in dem kleinen Mittelklasse-Smartphone Platz. Eine weitere Seltenheit betrifft ebenfalls das, was sich unter der Haube befindet: den Akku. Dieser lässt sich nämlich bei Bedarf ganz einfach entfernen und austauschen. Mit einer Kapazität von 2.600 mAh sollte er angemessene Leistungen vorweisen können, was sich im Praxistest bestätigt hat. Auch nach einem gesamten Tag recht intensiver Nutzung hatte das Smartphone immer noch genug Saft, musste am Ende des Tages dennoch wie gewohnt an die Ladebuchse.

Für schnelles Internet soll das eingebaute LTE Modul sorgen. Im Datendownload sind durch die Unterstützung von LTE Cat.4 bis zu 150 Mbit/s möglich, beim Upload maximal 50 Mbit/s. LTE Cat.6 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 Mbit/s ist hier nicht zu erwarten. Wer nicht mit LTE ins Internet kann, hat alternativ das HSDPA-Netz mit maximal 42,2 Mbit/s einsatzbereit. Beim WLAN hat Samsung vom Einbau des derzeitigen Standard ac abgesehen, für das Galaxy J3 (2016) Duos steht nur WLAN n mit 300 Mbit/s zur Verfügung. Dem schnellen Surfen im Internet sollte das allerdings keinen Abbruch tun.

Samsung Galaxy J3 Homescreen
Homescreen

Ordentliche Fotos mit wenig Schnickschnack

Die Hauptkamera des Galaxy J3 löst mit maximal 8 Megapixel auf, die Frontseite wurde nur mit einer 5 Megapixel-Cam ausgestattet. Im Vergleich zum Samsung Galaxy A3 (2016), welches in einer etwas höheren Preisklasse spielt, schneidet das Galaxy J3 schlechter ab: das Galaxy A3 punktet mit 13 Megapixel und bietet so schärfere Aufnahmen. Videos nimmt das Galaxy J3 mit einer HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel auf.

Trotz allem konnten die Schnappschüsse überzeugen. Insbesondere bei normalen bis guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera passable Ergebnisse ab, in der Dunkelheit wurde es allerdings problematischer. Wer seinen Bildern das gewisse Etwas verleihen möchte, kann sich nur begrenzt im Kamera-Menü austoben. Dieses bietet eine eher komprimierte Auswahl an Modi und Effekten an.

Für die anschließende Nachbearbeitung muss erst eine Bildbearbeitungs-App heruntergeladen werden. Von Samsung empfohlen wird hier der Foto-Editor, zu dem man innerhalb des komprimierten Bearbeitungsmodus weitergeleitet werden kann. In diesem sind ansonsten nur die nötigsten Funktionen zu finden: die Ausrichtung des Bildes und das Zuschneiden.

Samsung Galaxy J3 - Kamera-Menü
Samsung Galaxy J3 - Kamera-Menü
Bereich und Gewichtung Kriterien Testurteil

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

72/100

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

75/100

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

67/100

Gesamtwertung

alle

73/100