Samsung Galaxy S5 Test

Galaxy S5: Die Weiterentwicklung der S-Reihe im Leistungs-Check

SmartWeb Test vom , 094 / 100
Samsung Galaxy S5

Das Galaxy S5 soll nicht nur ein würdiger Nachfolger des beliebten S4 sein, sondern auch mit wasserdichtem Gehäuse, Fingerabdruckscanner und Pulsmesser punkten. Wir verraten, was das S5 in der Praxis draufhat...

Ziemlich genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Galaxy S4 geht nun der direkte Nachfolger Samsung Galaxy S5 an den Start. Im Vorfeld war die übliche Gerüchteküche wieder einmal regelrecht am Überkochen: Gemunkelt wurde unter anderem von einem neuartigen Display mit 2k-Auflösung, einem Iris-Scanner und dem Sprung hin zur 64-Bit Prozessor-Architektur. Diese und einige andere hochgehängte Hoffnungen hat Samsung allerdings enttäuscht. Aber selbst, wenn diesmal mehr Evolution statt Revolution angesagt ist, reiht sich auch das Samsung Galaxy S5 in die Riege der absoluten Top-Geräte ein.


Samsung Galaxy S5
"sehr gut"
94/100
Stand: 18.02.15

Einschätzung

  • schneller Vierkern-Prozessor
  • schönes 5,1 Zoll Full HD Display
  • tolle 16 Megapixel Kamera
  • staub- und wasserdicht (IP67-Zertifizierung)
  • Geräterückseite weiterhin aus Kunststoff
  • keine Verbesserungen bei Display-Auflösung und Arbeitsspeicher

Mit dem S5 ist Samsung wieder ein Top-Gerät mit neuen Features gelungen. Kritik erntet abermals nur das Plastik-Design.


Test-Fazit

Mit dem Galaxy S5 macht Samsung zwar nur wenig anders, aber doch das meiste richtig. Während Samsung die Display-Auflösung und den Arbeitsspeicher auf dem Niveau des Vorgängers belassen hat, gibt es bei Rechenleistung, Konnektivität und Kamera spürbare Verbesserungen, durch die das Galaxy S5 alle aktuellen Highend-Standards bedient.

Der integrierte Fingerabdruck-Scanner und der Pulsmesser auf der Geräte-Rückseite dagegen sind interessante neue Features, die sich allerdings noch beweisen müssen.

Bedienung, Menüführung, Funktionen

Angetrieben wird das Samsung Galaxy S5 von einem schnellen Vierkern-Prozessor mit einer Taktrate von 2,5 GHz, sein Arbeitsspeicher beläuft sich wie beim Vorgänger auf 2 Gigabyte. In Kombination mit der neuen Betriebssystem-Version Android KitKat 4.2.2. sorgt das für eine butterweiche Bedienung und starke Performance innerhalb von Anwendungen. In Sachen Menüführung setzt Samsung wie gewohnt auf seine eigene TouchWiz-Oberfläche.

Was die Konnektivität angeht, ist das Samsung Galaxy S5 rundherum auf dem neuesten Stand. So werden LTE Verbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s unterstützt und für flotten Datentransfer im WLAN sorgt der aktuelle WLAN ac Standard. Einen Extra-Schub gibt der Download-Booster, mit dem LTE und WLAN kombiniert werden können.

Trotz des derzeitigen Trends zum ausladenden Phablet-Formfaktor mit immer größeren Displays, hat Samsung die Bildschirm-Diagonale gegenüber dem Vorgänger-Modell nur leicht von 5 auf 5,1 Zoll erweitert. Die Auflösung wurde in diesem Zuge aber nicht erhöht, es bleibt beim bekannten Super-AMOLED Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Das kann jedoch nach wie vor überzeugen und gefällt mit scharfen Bildern, satten Farben und einem guten Blickwinkel. Dazu kommt, dass sich jetzt nicht nur die Helligkeit des Bildschirms, sondern auch der Kontrast der Darstellung den Lichtverhältnissen der Umgebung anpasst.

Einen deutlichen Schritt vorwärts hat Samsung dagegen bei der Kamera des neuen Galaxy-Vorzeigemodells gemacht, die jetzt 16 statt 13 Megapixel und eine verschlankte Bedienung bietet. Dank des verbesserten Autofokus soll sie Szenen mit viel Bewegung nun besonders gut einfangen. Und wer im Hochkontrast-Modus knippst oder filmt, sieht jetzt schon in der Vorschau, wie die fertige Aufnahme aussehen wird (Real-Time HDR). Apropos Videos - die lassen sich nun sogar in 4K Ultra High Definition mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten aufnehmen.

Akku und Speicher

Beim Akku hat Samsung nachgelegt und eine 2.800 mA Einheit verbaut. Insgesamt soll eine Akku-Ladung für 390 Stunden Standby-Betrieb, 21 Stunden reine Gesprächszeit und 12 Stunden Videowiedergabe gut sein. Neu ist der "Ultra Power Saving Mode", in dem das Smartphone auch dann noch bis zu 24 Stunden durchhalten soll, wenn der Ladestand bereits auf 10 Prozent abgesunken ist. Wie bei den Samsung-Smartphones üblich, lässt sich der Akku darüber hinaus vom Nutzer austauschen.

Beim verfügbaren Speicherplatz ist hingegen alles beim Alten geblieben - je nach Gerätevariante ist das Samsung Galaxy S5 mit 16 oder 32 Gigabyte internem Speicherplatz bestückt, der über eine microSD-Karte um bis zu 64 GB aufgerüstet werden kann.

Maßgenommen: Fingerabdruck-Sensor und Pulsmesser

Wie das Apple iPhone 5S verfügt das Samsung Galaxy S5 über einen Fingerabdruck-Scanner, der in den Home-Button des Geräts integriert ist. Dieser kann unter anderem für die Aufhebung der Geräte-Sperre genutzt werden, kommt aber auch zur leichten Nutzer-Identifikation bei anderen Diensten wie etwa dem Bezahlservice PayPal zum Einsatz.

In dieser Form gänzlich neu wiederum ist der Pulsmesser, der auf der Geräterückseite sitzt. Er befüttert auf Wunsch nicht nur Samsungs umfangreiche S Health Fitness-Anwendung mit Daten, sondern ist auch auf das Zusammenspiel mit Samsung-Zusatzgeräten wie den Galaxy Gear Smartwatches und dem neuen Galaxy Gear Fit Armband ausgelegt.

Für sich genommen sind diese beiden Neuerungen grundsätzlich schon einmal interessant - für den einen Nutzer vielleicht mehr, für den anderen weniger. Hier hängt jedoch viel davon ab, welche Anwendungen in Zukunft noch von ihnen Gebrauch machen werden.

Bereich und GewichtungKriterienTesturteilweitere Infos

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

92/100

Bedienung

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

95/100

Ausstattung

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

95/100

Kamera

Gesamtwertung

alle

94/100

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