Samsung Galaxy S9 Test

Erfahrungen mit der neunten Smartphone-Generation

SmartWeb Test vom , 0 97 / 100
Samsung Galaxy S9

Auf dem MWC 2018 hat Samsung mit seinem neuen Flaggschiff-Gerät alle Blicke auf sich gezogen. Schon vor der offiziellen Vorstellung staubte das Galaxy S9 ordentliche Vorschusslorbeeren ab, dementsprechend hoch sind die Erwartungen an das Top-Modell aus Südkorea. Kann es tatsächlich mit Innovationen glänzen oder ist es nur ein aufgepepptes Galaxy S8?

Samsung Galaxy S9
"exzellent"
97/100
Stand: 28.06.18

Einschätzung

  • robustes Gehäuse mit schlankem Design
  • knackig scharfes Display
  • Kamera mit variabler Blendenverstellung
  • eindrucksvolle Performance
  • nach IP68 wasser- und staubresistent
  • stolzer Einführungspreis
  • keine Dual-Kamera
  • Videos in Superzeitlupe nur in HD

Mit dem Galaxy S9 ist Samsung ein evolutionäres Smartphone mit guten Upgrades gelungen. Interessante Features, starke Technik und eine Kamera mit besonderen Einstellungsmöglichkeiten machen das Flaggschiff zu einem gern genutzten Gerät.

Der Mobile World Congress 2018 in Barcelona markierte den offiziellen Startpunkt des Samsung Galaxy S9 und Galaxy S9+ auf dem internationalen Smartphone-Markt. Nur wenige Wochen nach der Präsentation war das Premium-Duo schon im Handel zu finden. Wenig verwunderlich ist das Niveau der technischen Ausstattung, die in dem aktuellen High-End-Flaggschiff zum Einsatz kommt. In gewohnter Manier verbaut der südkoreanische Hersteller nur die feinste und modernste Technik.

Eine leistungsstarke und aktuelle Mechanik im Inneren ist zwar das A und O eines jeden Top-Smartphones, stellt für viele aber noch lange kein überzeugendes Kaufargument mehr da. Aus diesem Grund haben wir uns das Galaxy S9 einmal genauer angeschaut und es auf seine Neuerungen, Zusatzfunktionen und Performanceleistung geprüft.

SmartWeb Test-Fazit
Stefanie

Das Samsung Galaxy S9 startete mit 849 Euro im deutschen Handel und ließ sich direkt neben anderen hochkarätigen Konkurrenz-Geräten wie dem iPhone X in der Premium-Klasse nieder. Für den happigen Preis wird den Käufern aber auch einiges geboten: Spitzen-Performance mit aktueller Technologie, eine funktionsreiche Kamera mit interessanten Neuerungen und ein gutes Display komplettieren das Portfolio des Flaggschiffs. Ob sich der Wechsel für Besitzer des Vorgänger-Modells lohnt, ist allerdings zu bezweifeln. Für Besitzer eines älteren Galaxy-Smartphones ist das Upgrade auf das aktuelle Flaggschiff aber durchaus zu empfehlen.

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Samsung Galaxy S9 Display
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Maße Samsung Galaxy S9 Abmessungen

Das Gehäuse: Federleicht und robust zugleich

Frisch aus der Box macht die Optik des Samsung Galaxy S9 einen guten Eindruck. Das aus Aluminium und Glas bestehende Gehäuse ist vor Staub und Nässe nach IP68 geschützt und fällt mit seiner Dicke von 8,5 mm sehr schmal aus. Nimmt man das Gerät in die Hand, ist neben der Leichtigkeit auch die etwas rutschige Haptik zu spüren. Auf der Rückseite hat der Hersteller aus Südkorea nämlich Glas verbaut, welches zwar bei Lichteinfall schön schimmert, dafür aber nicht gerade mit einer hohen Grifffestigkeit dienen kann. Zudem sind Glasoberflächen bekanntlich auch anfällig für Fingerabdrücke - so auch beim Galaxy S9.

An der Form und Verarbeitung des Premium-Modells gibt es ansonsten nichts zu mäkeln. Die Kanten sind wunderbar abgerundet, der Rahmen rund um das Smartphone geht nahtlos in das Display über und weist keine unangenehmen Unterbrechungen auf. Beim Betrachten der Unterseite fällt ein kleines, für einige aber entscheidendes Detail auf: Das Galaxy S9 trotzt dem Trend des Kopfhöreranschlusses über den USB-Port und wartet stattdessen mit einer separaten Buchse auf. Daneben befinden sich auch noch der Lautsprecher sowie der eben erwähnte USB-Typ-C-Port. Auf der Oberseite wurde Platz für einen SIM- und Micro-SD-Kartenslot geschaffen.

Unser Testgerät erreichte uns in der schicken Farbnuance Coral Blue. Seit Verkaufsstart ist das Galaxy S9 auch im zeitlosen Midnight Black und Lilac Purple zu haben. Nachträglich hat Samsung noch die Farben Titanium Grey und Sunrise Gold ins Rennen geschickt (mehr Infos unter Samsung Galaxy S9 Farben).

Nahezu identisches Design: Das Galaxy S8 lässt grüßen

Auf dem ersten Blick sind die Unterschiede zwischen dem Galaxy S9 und seinem Vorgänger im direkten Hands-On-Vergleich selbst für absolute Samsung-Fans kaum zu erkennen. Es gibt sie aber doch! Allem voran hat sich das südkoreanische Unternehmen mit der Kritik bezüglich der Positionierung des Fingerabdrucklesers auseinandergesetzt. So sitzt der Sensor jetzt direkt unter der Hauptkamera und ist deutlich bequemer zu erreichen.

Weitere Unterschiede in der Design-Disziplin gibt es bei den Abmessungen der Geräte. Das aktuelle Flaggschiff ist mit einer Höhe von 147,7 mm, wenn auch nur geringfügig, kleiner als das Galaxy S8 mit seinen 148,9 mm. Auch bei der Tiefe hat sich etwas getan: das Galaxy S9 ist 0,5 mm dicker als das ältere Smartphone. Laut Angaben des Herstellers sollen zudem die Ränder ober- und unterhalb des Displays beim neuen Modell kleiner ausfallen - so wirklich sichtbar ist das mit dem bloßen Auge aber kaum.

Wer die unzähligen Leaks und Gerüchte vor dem offiziellen Vorstellungstermin aufmerksam verfolgt hat, sollte von den minimalen Anpassungen allerdings nicht überrascht sein. Es wurden Einzelheiten überarbeitet und Feinheiten verbessert, von einer Revolution im Design kann hier also nicht die Rede sein.

Hell, kristallklar und individualisierbar: das Display im Detail

Mit dem großen 5,8-Zoll-Bildschirm des Galaxy S9 hat Samsung einen Volltreffer gelandet. Das frische Quad-HD+-Display beeindruckt mit einer knackig scharfen Darstellung. Geschuldet ist dies der großzügigen Auflösung von 2.960 x 1.440 Pixel und der maximalen Pixeldichte von ordentlichen 570 ppi. Das Anzeigeverhältnis richtet sich nach den aktuellen Smartphone-Trends der Saison und ist so selbstverständlich im 18,5:9-Format vertreten. Schnell stellt man fest: Die Bedienung des Displays macht Spaß. Ob Videos in hoher Qualität angeschaut werden, via Multi-Window Ansicht mehrere Anwendungen parallel laufen oder sich Spiele mit anspruchsvoller Grafik vorgeknöpft werden - das Galaxy S9 kommt nie ins Straucheln.

Wer mit der ein oder anderen Displayeinstellung nicht ganz zufrieden ist, kann sich über eine ganze Palette an Individualisierungsmöglichkeiten freuen. Von der Helligkeit, den diversen Anpassungen der Schrift bis hin zur Auflösung des Screens steht den Nutzern alles offen. Möchte man etwas sparsamer mit seinem Akku umgehen, kann die Bildschirmauflösung beispielsweise auf FHD+ heruntergesetzt werden. Die Farbeinstellung lässt sich zudem nach eigenem Ermessen so warm oder kalt wie möglich einstellen und bei müden Augen hilft die Aktivierung des Blaufilters. Auch an diejenigen, die ihr Smartphone gerne personalisieren, hat Samsung gedacht: Mit Samsung Themes können Hintergrundbilder, Themes und Symbole selbst ausgesucht werden.

Samsung Galaxy S9
Homescreen und Einstellungsmenü des Samsung Galaxy S9
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Blick auf die Daten: Technik auf hohem Niveau

Das Galaxy S9 kommt mit dem hauseigenen Achtkern-Prozessor Exynos 9810. Das Modell verfügt über acht Kerne, die mit maximal 2,7 GHz takten. Samsung spricht von einem starken SoC, der das gleichzeitige Streamen, Schreiben von Nachrichten und Anschauen von Videos ohne Probleme meistern kann. Und das ist auch tatsächlich so. In Kombi mit einem 4 GB großen Arbeitsspeicher sorgt der Prozessor für ordentlich Turbo und eine locker flockige Bedienung ohne ein Anzeichen von Verzögerungen. Der interne Speicherplatz fasst je nach gekaufter Ausführung 64 GB oder 256 GB und kann auf Wunsch um bis zu 400 GB erweitert werden. Dank Dual SIM-Technologie lässt sich anstelle von der microSD-Karte alternativ eine zweite SIM-Karte in das Gerät einsetzen.

Leistungsstarke Technik macht bekanntlich keine Freude, wenn der Akku nicht mithalten kann und der Saft zu schnell ausgeht. Um ein solches Szenario zu vermeiden, hat Samsung den Energiespeicher mit 3.000 Milliamperestunden ausgestattet. Im Verlauf unseres Praxistests konnte sich die Ausdauer des Premium-Modells durchaus sehen lassen. Das Gerät begleitet seinen Besitzer problemlos durch den Tag und muss nicht zwischenzeitlich an die Ladebüchse. Erst im Laufe des zweiten Tages sollte es dann aber doch mit Strom versorgt werden. In unserem Akkutest dauerte es rund 1 Stunde und 40 Minuten, bis das Smartphone mit seiner Schnellladetechnologie wieder auf 100 Prozent stand. Wer in Besitz von einer induktiven Ladestation ist, kann das Galaxy S9 auch ohne Kabelgewirr wieder voll und ganz auf Vordermann bringen.

Auch ansonsten glänzt das Samsung-Phone mit Aktualität und Leistungsfähigkeit. Schnelles WLAN ac und LTE Cat.18 mit einer Datengeschwindigkeit von maximal 1,2 Gbit/s kommen hier zum Einsatz. Als Betriebssystem läuft Android 8.0 Oreo.

Intelligent Scan, AR-Emoji & Co.

Nachdem sich Samsung bereits beim Galaxy S8 von seiner spendablen Seite zeigte und Besitzer des Geräts mit vielen Möglichkeiten für die Bildschirmentsperrung beschenkte, legt das Unternehmen beim neuen Galaxy S9 noch eine Schippe drauf. Neben den üblichen Methoden verfügt das neue Modell erstmals über den "Intelligent Scan". Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Gesichts- und Irisscanner, die auf eine zuverlässigere Identifikation des Nutzers abzielt. Mit diesem Verfahren sollen die Schwächen beider biometrischen Sensoren ausgeglichen und ihre Stärken abhängig von der Umgebung ausgespielt werden.

In der Praxis hat sich die neue Funktion als sehr komfortabel erwiesen und auch stets funktioniert, dennoch ist an dieser Stelle zu betonen, dass es aufgrund der verwendeten Technologie nicht so sicher wie die Face ID von Apple ist. Während Samsungs Geräte das Gesicht des Nutzers nur auf 2D-Basis erfassen, spielt Apple mit seiner 3D-Gesichtserkennung bereits in einer höheren Liga.

Comicartiges Ebenbild mit Augmented Reality

Dann gibt es da noch ein kleines, aber durchaus interessantes Gimmick, das von Samsung auf den Namen "AR-Emoji" getauft wurde. Auch hier hatte Apple die Nase vorn und legte mit seinen Animojis zuerst Fuß auf unbekanntes Territorium. Mit dem Galaxy S9 hat Samsung nachgelegt und Augmented Reality in die Entstehung seiner 3D-Figuren miteinbezogen. Bei der Erstellung eines AR-Emojis ist grundsätzlich keine Vorkenntnis notwendig, vielmehr erfolgt das Verfahren sehr intuitiv. Einfach die Frontkamera öffnen, die Kategorie "AR-Emoji" auswählen und schon kann es losgehen.

Schade ist, dass die AR-Emojis nicht wirklich realitätsgetreu entwickelt werden und einige Individualisierungsmöglichkeiten fehlen. Die Selfie-Cam erfasst zwar prominente Merkmale im Gesicht, überlässt den Rest dann aber dem Nutzer. So müssen unter anderem die Kleidung und die Frisur selbst ausgewählt werden, während beispielsweise die Anpassung der Körperform gänzlich fehlt. Das fertige Comic-Gesicht lässt sich dann als Emoji in WhatsApp und anderen Messengern in Chatkonversationen verwenden, um den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Samsung Galaxy S9 AR-Emoji gestalten
AR-Emojis im Chatverlauf

Samsungs digitaler Helfer immer noch ohne deutsche Sprachunterstützung

Selbstverständlich ist auch der persönliche Assistent Bixby wieder mit von der Partie. Über den Bixby Button auf der linken Gehäuseseite landet der Nutzer bei Bixby Home, einer digitalen Pinnwand, die sich ganz nach Belieben an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Vom Fitness Tracker bis hin zur Nachrichtenberichterstattung ist hier alles zu finden. Mit Bixby Voice ist auch die integrierte Sprachfunktion erneut am Start, allerdings noch immer ohne Support für die deutsche Sprache. Nur bestimmte Akzente und Dialekte von Englisch, Koreanisch und Mandarin-Chinesisch werden erkannt.

Schlussendlich steht Besitzern des Samsung Galaxy S9 auch Bixby Vision zur Verfügung. Um davon Gebrauch machen zu können, müssen Nutzer ein Teil der Samsung-Gemeinde werden und einen Account anlegen. Dann können unter anderem Texte über die Kamera live übersetzt, die Kalorien von anvisierten Lebensmitteln erfasst sowie Objekte erkannt und im Internet gefunden werden. Alle wichtigen Informationen zum virtuellen Assistenten sind bei uns unter Bixby nachzulesen.

Was hat die Kamera des Galaxy S9 zu bieten?

Die Hauptkamera des Samsung Galaxy S9 kommt mit einer Auflösung von 12 Megapixeln daher, während die für Selfies konziperte Frontkamera mit 8 Megapixeln ausgestattet ist. Über die AR-Emoji-Funktion hinaus wartet die Kamera des Samsung-Smartphones zudem noch mit weiteren Neuerungen auf. Um welche es sich dabei handelt und wie uns das Fotografieren mit der Kamera-Ausstattung gefallen hat, besprechen wir ausführlich auf der nächsten Seite:

Samsung Galaxy S9 Kamera Test

Samsung Galaxy S9
Bereich und Gewichtung Kriterien Testurteil

Bedienung und Display

Gewichtung 40%

  • äußeres Design, Verarbeitung
  • Menüführung, Bedienfreundlichkeit
  • Reaktionsfreudigkeit, Farbdarstellung

96/100

Funktionen und Ausstattung

Gewichtung 40%

  • Leistung Hardware-Komponenten
  • Eigenschaften, Funktionen im Detail
  • Akku: Austauschbarkeit und Leistung

98/100

Kamera

Gewichtung 20%

  • Kameraeinstellungen- und Funktionen
  • Bild- und Videoqualität

95/100

Gesamtwertung

alle

97/100


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